Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Wächter und Bediente harten sich zur Ruhe begeben,und der Schritt der Schildwache außerhalb des unge-heuren Gczcltcs ward durch die seidenen Wände hin-durch nicht vernommen.

Da fühlte Jsabclla plötzlich einen nervigen Griffan der Schulter. Ein schwacher Schrei entfuhr ihrenLippen; sic wendete sich, und das breite, gekrümmteMesser eines morgenländischen Kriegers blitzte hart vorihren Augen.

Still! ein einziger Schrei, ein einziger lautererAthcmzug als gewöhnlich, und, ob Du immer eineKönigin, umschwärmt von vielen Taufenden, Dustirbst !"

Dies waren die leis geflüsterten Worte, die ausdem Munde eines Mannes von strengem und gebie-tendem, obwol zergrämtcm Ansehn, in das Ohr derCastiliancrin drangen.

Mas willst Du? willst Du mich ermorden?"fragte die Königin, vielleicht zum erstenmal vor derGegenwart eines Sterblichen zitternd.

Fürchte nichts; Dein Leben ist gesichert, sobald Dumeiner Frage nicht auswcichcn oder mich täuschen willst.Unsere Zeit ist kurz antworte. Ich bin Almamcn,der Hebräer. Wo ist die Geisel, die ich Deinen Hän-den übergab? Ich fordere mein Kind. Sic ist beiDir ich weiß cS. In welchem Winkel DeinesZeltes?"

Nauhcr Fremdling," erwicdcrtc die Königin,etwas erholt von ihrem SchreckenDeine Tochter

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