Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Gczclt dcr Königin ein förmlicher Palast. Lanzenbildeten seine Sänken; Goldstvff und bunte Teppicheseine Wände; und in dem Raum, den seine zahlreichenAbthcilnngcn cinnahinen, wurde ein gewöhnlichesSchloß mit seinen Hallen und Anßcnwcrkcn Platz ge-funden haben. In dcr That verwirklichte dcr Pompdes Lagers die ausschweifendsten Träume eines gothisch-oricntalischcn Geschmacks; etwas, das dcr dichterischenErfindung eines Taffo, dcr äußern Darstellung einesBcckford würdig gewesen wäre. Dabei verlor dcrEffekt dcr zum Hoflagcr gehörigen Zelte keineswegsdurch den Anblick dcr umgebenden Soldatcnbarakcn,deren viele aus Zweigen erbaut waren, an welchendas La'ub noch hing kunstlose, malerische Hütten,als hätten, wie man in manchen alten Legenden liest,wilde Waldmänncr das Kreuz genommen und wärenden christlichen Kriegern gefolgt gegen die sonnege-bräuntcn Anhänger Tcrmagaunts und Mahoms.So breitete sich denn das mächtige Lager in tieferRuhe aus, als die hcrannahcndc Mitternacht dichtereund längere Schatten von den Zcltgassen auf denRasen warf. Um diese Stunde war cs, daß Jsäbellaim geheimsten Gemach ihres Zeltes dem Gebet für dieSicherheit des Königs und den Ausgang des Kriegesoblag. Vor dem Altar ihrer Feldkapcllc knicend, erhobsic ihren Geist im Feuer ihrer Andacht von der Erde,und im ganzen Lager waren, 'mit Ausnahme dcrWachen, die Augen der frommen Königin vielleicht dieeinzigen nngeschloffenen. Ucbcrall tiefe Stille; Leib-