Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
49
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cincm seiner jüdischen Brüder hcrrührtc. Denn Timen,in welchem Aller, Vereinzelung und Gei; längst weg-gefressen, was von bessern Gesinnungen in cincm vonNatur armen und harten Herzen seine dürftigen Wur-zeln geschlagen behielt wenigstens noch ein mensch-liches Gefühl gegen seine Landsleute. Es war dasBand, das alle Verfolgte vereinigt; ja Timen liebteseine Stammgcnoffcn, weil er ihr Glück nicht zu be-neiden hakte. Das Anschn die Kenntnisse diestolzen, wenn auch wilde» Entwürfe seines Herrn dc-müthigtcn ihn: er haßte ihn heimlich, weil er ihn nichtbemitleiden oder verachte» konnte. Die gebeugte Ge-stalt dagegen, die knechtische Stimme, die zaghaftenNerven seiner unterdrückten Brüder erregten in demAlten nur die Vorstellung an Wesen, die nicht überihn zu triumphircn vermochten. Gcdcmüthigt, bejahrt,einsam, wie er war, empfand er eine Art winterlicherWärme bei dem Gedanken, daß selbst Er die Machthabe, zu beschützen !

Ans diesem Grunde unterhielt er einen Verkehrmit den übrigen Israeliten, und hatte denselben in ihrenGefahren oft cin^Zuflucht in den zahlreichen Gewöl-ben und Gangen gewährt, deren Getrümmer mannoch jetzt unter den verwitternden Grundlagen jenesgchcimnißvollcn Gebäudes wahrnimmt. Und da dasHaus allgemein als das Eigcnthum eines abwesendenEmirs galt, und der Obhut der Kadi's von Boabdilausdrücklich empfohlen war, welcher letztere alleinunter den Mohren wußte, daß cs einer der Aufcnt-