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„Du zitterst nicht," sprach Almamen, Pas Schwei-gen endlich brechend, — „und ich habe geirrt. Dubist nicht die Frcvlcriu, für welche ich Dich gehalten.Komm in meine Arme!"
„Ach!" rief Lcila, indem fic, dem natürlichen In-stinkt folgend, sich an dieses rauhe Herz warf, „ichwill mindestens den Mnth haben, meinen Gott nichtzu verleugnen. Vater, durch den grauenhaften Fluch,der auf unserem Volk liegt, und unö heimath- undmachtlos hinstellt — als Auswürflinge und Fremdedes Landes —; durch die Verfolgung und Qualen, diewir erduldet haben, laß Dein hohcitvolles Herz sichüberzeugen, daß wir mit Recht bestraft find für dieVerfolgung und Qual, zu welcher wir Den vcrurtheilt,dessen Fußtritt unsere' Heimat heiligte! Zuerst inder Geschichte der Welt befleckten die strengen Hebräerdie Menschheit mit dem grausigen Frevel der Verfol-gung um des Glaubens willen. Der Same, den wirgcsäet, hat die furchtbare Frucht erzeugt, die wir essen.Verhärte nicht Dein Herz, höre auf Dein Kind; soweise Du auch bist und so schwach mein weibischerGeist, höre doch auf mich!"
„Verstumme!" rief Almamen mit einem Laut, deraus dem Grabe hätte kommen können, so geisterhaftwar sein hohler Klang; dann trat er ein paar Schritteurück, legte beide Hände an die Schläfen und mur-melte: „verrückt, verrückt! ja, ja — das ist nur einWahnsinn, und ein Satan versucht mich! O meinKind!" begann er dann wieder in einem uubcschrcib-