Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Almamcn setzte unterdessen auf jenen dunkeln, un-terirdischen Gängen, die nur ihm bekannt waren, denPfad nach seinem Hause fort? Einen großen Theil derNacht brachte er allein zu; und che der Morgensternden Gipfeln der Berge das Aufstcigcn der Sonne ver-kündete, stand er, zur Reise bereitet, in seinem gehei-men Gewölbe am Thor zu den unterirdischen Gängen;neben ihm der alte Limen.

»Ich gehe, Limen," sprach er,einem zweifel-haften Ziel entgegen; mag ich meine Tochter findenund cs mir gelingen, fic unversehrt aus diesen befleck-ten Händen wegzntragcn, oder mag ich in ihre Schlin-gen gcrathcn und untergchcn, in jedem Falle ist cs gleichmöglich, daß ich nicht mehr nach Granada zurückkehrc.Sollte dicß der Fall scyn, so bist Du der Erbe allerSchätze, die ich hier znrücklaffc; ich weiß Dein Altertröstet sich über den Verlust der Kinder, wenn DeinAuge ans das Lachen des Goldes blickt."

Limen beugte sich tief und murmelte einige unhör-barc Weigerungen und Dankbczcugungcn. Almamcnsah im Gemach umher und seufzte tief.Ucble Vor-zeichen," sprach er,stehen in meiner Seele, undüble Prophezeiungen in meinen Büchern. Doch dasSchlimmste ist hier," fügte er bei, und griff bedeutsaman die Schläfe,die Sehne ist straff gespannt nochein Druck, und fic reißt!" ,

Mit diesen Worten öffnete er die Thür und ver-schwand durch jenes Labyrinth von Gängen, durch dieer jederzeit unbemerkt sowol zur Alhambra, als

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