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durch sie gereicht worden; nichts, was das Opfer je genos-sen , konnte auf die Tante eine Spur lenken. Die hilfloseLage einer Gebrechlichen, die Liieret!« angenommen hatte,verbannte jeden Gedanken an ihre Bewegungsfähigkeit.Nur in der Todtenstille der Nacht, wenn, wie sie glaubte,jedes menschliche Auge, das sie beobachten konnte, nnter'mSiegel des Schlafes lag, und auch dann nur in jener dun-keln Hülle, die selbst ein Theil der Finsterniß zu sehn schien,so daß sie selbst bei einem Lichtstrahl, der etwa durch einFenster drang, nicht leicht zu unterscheiden war, nur soschlich sie zu dem Gemach und goß die färb- und geschmack-lose Flüssigkeit in den Morgentrank, welcher Stärkung undGenesung bringen sollte. * Gesetzt auch, daß dieser Trankunberührt blieb — daß er vom Arzt untersucht — daß dieunselige Beimischung entdeckt wurde: — doch konnte sichder Verdacht eher nach jeder andern Seite wenden, als nachder verkrüppelten und hilflosen Verwandten, die nicht ohneHilfe aus dem Bett aufzustehen vermochte.
Und bisher war das Gift so allmälig bcigebracht wor-den, und so gut hatte dasselbe den stufenweise» Fortgangeiner natürlichen Krankheit nachgeahmt, daß auch in demargwöhnischsten Arzte nicht wohl ein Verdacht erwachsenkonnte. Die moralische Ueberzeugung hätte denselben zurück-gewiesen. Helene Mainwaring, nur von Verwandten undLiebenden umgeben, konnte doch unmöglich bei irgend Je-
* Das berühmte neapolitanische Gift war völlig geschmack- undfarblos.
Bulwer'S Romane. CXVlI.
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