Druckschrift 
11/14 (1846)
Entstehung
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201
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wieder zui» Lebe», fünf oder sechs müßten unfehlbartödten, und zwar auf eine um so schrecklichere Weise, alssie in einem Glase Wein verbreitet, nicht im Geringsten den' Geschmack desselben verändern würden. Doch ich schweige,Madame, denn ich bekäme bald das Ansehen, als wollteich Ihnen rathen."

ES hatte halb sieben Uhr geschlagen, man meldeteeine Freundin von Frau von Villefort, welche mit ihr zuMittag speisen sollte.

Wenn ich die Ehre hätte, Sic znm dritten odervierten Male, statt znm zweiten Male zu sehen, meinHerr Graf," sprach Frau von Villefort,wenn ich dieEhre hätte, mich Ihre Freundin nennen zu dürfen, stattnur einfach das Glück zu haben, Ihnen verbunden zusein, so würde ich darauf bestehen, Sie beim Mittagsbrodezu behalten, und ließe mich nicht durch eine erste Weigerungschlagen."

Tausend Dank, Madame," crwiederte Monte Christo,ich habe selbst eine Verbindlichkeit, der ich mich nichtentziehen kann. Ich versprach einer mir befreundetengriechischen Fürstin, welche noch nie die große Oper ge-sehen hat und in dieser Hinsicht auf mich zählt, sie indas Schauspiel zu führen."

Gehen Sie, mein Herr, aber vergessen Sie meinRccept nicht."

Wie, Madame, dazu müßte ich die Stunde ver-gessen, die ich mit Ihnen im Gespräche zugebracht habe,und das ist völlig unmöglich."

Der Graf von Monte Christo verbeugte sich undverließ den Salon.

Frau von Villefort blieb in Träume versunken.

Wahrlich, ein seltsamer Mann!" sprach sie,er' sieht mir ganz aus, als hieße er mit seinem TaufnamenAdeimonte."

Was Monte Christo betrifft, so hatte der Erfolg seineErwartungen Übertrossen.

Das ist ein guter Boden," sagte er, sich entfer-

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