„„Was war Ihr Bruder?"" fragte der Staats-anwalt.
„„Lieutenant im corsischcn Bataillon.""
„„Ein Soldat des Usurpators also?""
„„Ein Soldat der französische» Armee.""
„„Wohl!"" crwiederte er. „„er hat sich des Schwer-tes bedient und ist durch das Schwert gestorben.""
„„See täuschen sich, mein Herr, er ist durch denDolch gestorben.""
„„Was soll ich dabei thun?"" sprach der Staats-anwalt.
„„Ich habe es Ihnen bereits gesagt, Sie sollen ihnrächen.""
„„Und an wem?"
„„An seinen Mördern.""
„„Kenne ich sie etwa?""
„„Lassen Sie dieselben suchen.""
„„Warum dies? Ihr Bruder wird Streit gehabtund sich duellirt haben. Alle diese alten Soldaten erlau-ben sich Erccsse, die ihnen unter der Herrschaft des Kai-sers durchgingen, jetzt aber schlimm für sie anSfallc» ;denn unsere Leute im Süden lieben weder die Soldaten,noch die Erccsse.""
„„Mein Herr,"" entgcgnetc ich, „„ich bitte Sienicht für mich. Ich meines Theils werde weinen odermich rächen, und mehr nicht; aber mein Bruder hatteeine Frau. Wenn mir ebenfalls Unglück widerführe,würde die Arme HnngerS sterben, denn sie lebte alleinvon der Arbeit meines Bruders. Erlangen Sie für siceine kleine Pension von der Regierung.""
„„Jede Revolution hat ihre Katastrophen,"" ant-wortete Herr von Mllcfort; „„Ihr Bruder ist ein Opferder neusten gewesen, das mögen Sie als ein Un-glück betrachten, aber die Regierung ist Ihrer Familiedeshalb nichts schuldig. Wenn wir zu Gericht zu sitzenhätten über alle Rachcwerkc, welche die Parteigängerdes Usurpators gegen die Parteigänger des Königs