Gothische Kirchen
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den Ecken gegliederte Pfeiler ohne Gurtträger. Das Gebäude von colossa-ler Masse und edlen Verhältnissen ; das Aeussere in reicher und zierlicherDecoration. An der Nordseite des Chores eine achteckige Kapelle mit schö-nem Sterngewölhe. (A. a. O. S. 753 fl'. Fig. 161 —166. —Essenwein,Backsteinbau S. 24. 36. Taf. 6 Fig. 11.)
stelfeushagen bei Doberan. Kirche mit niederen und sehr schmalenSeitenschiffen, achteckigen Pfeilern und viereckigem Chor. An der Süd-seite hinter einer Vorhalle ein geschmücktes Säulenportal.
Steinau unweit Liegnitz. Der schlichte Hallenbau der evangel. Pfarr-kirche.
Stendal. 1 ) Der Dom 2 ) (oben S. 465) in der Grundform des Kreuzes;das Langhaus mit drei fast gleich hohen Schiffen rrnd zwischen die Strebe-pfeiler eingebauten Kapellen : das Querschiff mit Abseiten auf der Ostseite ;die schlanken Arkadenpfeiler von runder Grundform mit vier Gurtträgern ;der siebenseitig geschlossene Chor in den schönsten Verhältnissen, wieüberhaupt die ganze Kirche, deren Inneres stets von Tünche frei blieb, zuden schönsten Denkmalen des Ziegelbaues aus dem XV. Jahrh. gehört.(Strack und Meyerheim No. 7. 8 u. 15. — Adler, Bauwerke. Bl. 32
— 35. — Essenwein, Backsteinbau Taf. 17.) Das Refectorium an demspätgoth. veränderten und überbauten Kreuzgange (Strack und Meyer-heim No. 24. — Adler I, 57 u. Bl. 35) von 1461 mit einer Reihe nie-driger Rundpfeiler. —■ Die Jacobikirche , in dreischiffiger Hallenformvon 1311 und mit 1460 — 1469 erbautem, dreiseitig geschlossenem Chor,hat achteckige Pfeiler und enthält einige Ueberreste aus roman. Zeit. —
— Die grossartige Marienkirche mit drei fast gleich hohen Schiffen;die Seitenschiffe bilden einen Umgang um den Chor: die Arkadenpfeilerwie im Dom; die Gewölbe beendet 1447. (Strack und MeyerheimNo. 3. — Adler I, 61 u. Bl. 41. — Essenwein Taf. 4 u. 6.) — DiePetrikirche in Hallenform mit achteckigen Pfeilern und einschiffigempolygonisch geschlossenem Chor aus dem XIV. Jahrh. ; über der Westseiteein Thurm von 1582. (Adler I, 62.) — Die einschiffigen NonnenkirchenSt. Anna und St. Katharina, spätgothisch, beide fünfseitig geschlossen :erstere mit unterwölbter Nonnenempore in Westen und Holzdecke, letztere(Adler Taf. 41. — Strack u. Meyerheim No. 23)-geweiht 1469.
Stcpilitz bei Pritzwalk. Die einschiffige altgoth. Kirche des 1230,ge-stifteten Cisterziensernonnenklosters Marienfliess mit flacher Decke undschmälerem überwölbtem Chor , dessen östlicher Theil mit fünfseitigemSchluss späterer Zeit angehört, als der übrige Bau. Auf der Südseite hatdie Kirche zwei Reihen Fenster, woraus auf eine ehemalige (hölzerne) Non-nenempore im westl. Theile zu schliessen ist. (Adler II, 6 u. Bl. 53Fig. 1—4.) . ...
Stettin. Die Johanniskirche mit drei gleich hohen Schiffen und
1) Backstein - Architektur aus Stendal, in der Zeitschr. für Bauwesen. 1859.Sp. 201 — 204 nebst Bl. 30 — 38 im Jahrgange 1857 u. Bl. 25 — 28 im Jahrgange1859.
2) Quast, Ferd. v., Beschreib, des Domes zu Stendal u. Bestimmung der Er-bauungszeit des gegenwärt. Gebäudes, in den Märk. Forschungen 3, 132 — 151.