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1 (1868)
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617
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im norddeutschen Tieflande.

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Schulen bei Bischofstein. Rechteckige Dorfkirche, im unteren Theileaus Granit, im oberen mit zwei decorirten Giebeln ausgestatteten Theileaus Ziegeln. Vor der Westseite ein oben achteckiger Holzthurm, (v. Quast,Denkm. Heft 4. Bl. 23.)

Schweidnitz. Grossartige kathol. Kirche aus Haustein, spätgothisch,aber verzopft. Von den beiden Westthürmen ist nur einer vollendet undmächtig hoch. Lotz 1, 549.

Schwerin. Der Dom 1 ) in seiner grossartigen Vollendung um 1350 1375; das Schiff 1412 1430. Grundform des Kreuzes; das dreischif-fige Querschiff durchschneidet das Langhaus in der Mitte ; die niedrigenSeitenschiffe setzen sich, das Querschiff durchschneidend, im Chore fort,um dessen dreiseitiges Haupt fünf sechseckige Kapellen bildend ; massigeStrebebögen; die Fenster des Hauptschiffes im flachen Spitzbogen gedeckt.Die Arkadenpfeiler sind viereckig mit Halbsäulchen auf den ausgerundetenEcken und je vier starken , theils mit angelehnten Rundstähen , theils inausgebildet gothischen Formen gegliederten Gurtträgern ; ein älterer Thurmin der Mitte der Westfront. Die Gewölbe des Domes sind einfach ; nurdas Querschiff und die Thurmhalle haben Sterngewölbe. (Organ für cliristl.Kunst. 1853. Taf. zu No. 5.)

Schweiz bei Culm. Pfarrkirche, provisorisch nur aus dem 1378 vollen-deten Chor bestehend , bis das Langhaus viel später und nach völlig ver-ändertem Plane hinzugefügt wurde.

Schwiebus unweit Züllichau. Der Dom, grossartig fünfschiffige Hal-lenkirche.

Seeblirg im Ermlande. Rechteckige, durch achteckige Pfeiler in dreiSchiffe getheilte Hallenkirche mit Netzgewölben; gegen 1400. Vor derMitte der Westfront eine schmale, die Stelle des Thurms vertretende Vor-lage. Etwas nüchterner Schmuck von Fialen und Blenden an den Treppen-giebeln. (v. Quast, Denkm. Heft 4. Bl. 22 Fig. 610.)

Seehausen. Die Pfarrkirche (oben S. 464) hat in ihrem spätgoth. Um-bau dreischiffige Hallenform mit Rundpfeilern. Der gleichfalls dreischiffigeChor mit achteckigen Pfeilern (vollendet 1481 ) ist sehr niedrig und schliesstim Hauptschiffe fünfseitig, in den Nebenschiffen gerade. Die westlich inder vollen Breite der Kirche vorgelegte Kapelle vor 1497.

Spandau. Die Nicolaikirche, ein edel durchgebildeter dreischiffigerHallenbau mässiger Grösse mit einem Westthurm.

Stargarü. Die Johanniskirche mit Seitenschiffen von der Höhedes Hauptschiffes , welche einen Umgang um den dreiseitig geschlossenenChor bilden; die Arkadenpfeiler theils vierseitig mit abgeschnittenen Ecken,theils achteckig: letztere, sowie die Sterngewölbe einem Neubau von 1408angehörig. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 751 Fig. 160.) Die Marienkirchehat niedrige Seitenschiffe, die sich um den dreiseitigen Chorschluss ziehen,und die Anlage zweier Thürme an der Westseite; in dem älteren, imXV. Jahrh. überhöhten Schiffe sind die Pfeiler achteckig mit Gurtträgernauf den Hauptseiten; der Chor ist jünger und hat schlanke achteckige auf

1) Lisch, G. C. F., Gesell, der h. Blutskapelle und des Domes zu Schwerin.184S. Vergl. Jahrbücher des Vereins für meklenb. Gesell. 13, 143 u. 19, 398.