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1 (1868)
Entstehung
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619
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im norddeutschen Tieflande.

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mit siebenseitig aus dem Zehneck geschlossenem Chor; achteckige Arka-denpfeiler ; kleine niedrige Kapellen zwischen den Strebepfeilern; Stern-gewölbe ; kein Thurm. Der Kreuzgang neben der Kirche älter als diese.(Kugler, Kl. Sehr. 1, 715 Fig. 95 97.) Die Jacobikirche , eincolossales Gebäude und, wie vorhandene Ueberreste beweisen, Umbau einerälteren Kirche mit niedrigen Seitenschiffen und zwei Westthtlrmen ; jetztsind die Schiffe von gleicher Höhe, die Abseiten bilden einen Umgang umden fünfseitigen Chorschluss und es ist nur ein, im J. 1504 vollendeterThurm vorhanden; achteckige, im Chor viereckige Pfeiler ; moderne Ueber-wölbung. (Ebd. S. 7 IG Fig. 98.) Die als Arsenal benutzte, verbauteKirche des Mariennonnenklosters von 1336. Die einschiffigefünfseitig geschlossene Petrikirche mit nach innen gezogenen Strebe-pfeilern aus dem XY. Jahrhundert.

Stolp. Die Marienkirche mit niedrigen Seitenschiffen , dreiseitiggeschlossenem Chor von der Breite des Mittelschiffes und achteckigen Ar-kadenpfeilern ; der Thurmbau nimmt die ganze Westseite ein, und die un-tere Halle von der Höhe des Mittelschiffes bildet gewissermassen ein west-liches Querschiff. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 735 Fig. 136138.) Dieeinschiffige, rechtwinkelig geschlossene Schlosskirche mit rohen Stern-gewölben überdeckt. Die kleine Nico1aik1osterkirche (Armen-schule) mit eigenthümlicher Anlage des Thürmchens vor der Westfront,auf dessen Ecken Strebepfeiler schräg heraustreten. Die achteckige Ka-pelle des Georgenhospitals mit kreisrunden Fenstern. (A. a. O. S. 742Fig. 153.)

Stralsund. Die 1311 begonnene Nicolaikirche mit niedrigen, einenin der Hauptform fünfseitigen Umgang um den dreiseitigen Chorschlussbildenden Abseiten; an den fünf Seiten des Umganges treten indess wie-derum kleinere polygonische Vorlagen heraus ; die Arkadenpfeiler des Lang-hauses achtseitig mit feinen Halbsäulchen in den Ecken, die Chorpfeiler instrenggothischen Formen auf das lebhafteste gegliedert; die Strebepfeilerder Seitenschiffe , unterhalb nach innen gezogen und kleine Kapellen zwi-schen sich einschliessend, übersteigen das Dach der Abseiten und tragenstarke Strebebögen , welche sich nach den Wänden des Hauptschiffes hin-überwölben ; zwei Thürme mit dreifacher Halle vor der Westfront. (Kug-ler, Kl. Sehr. 1, 727 Fig. 121124. Essenwein, Backsteinbau.Titelbild.) Die Jacobikirche mit drei Schiffen von ungleicher Höhe,aber von gleicher Länge und an der Ostseite durch eine gerade Wand ab-geschlossen ; achteckige Arkadenpfeiler; ein schlanker, im Obergeschosseachteckiger Thurm mit reicher Decoration über der Westfront. (Kuglera. a. O. S. 729 Fig. 125. Essen wein a. a. O. Taf. 10 Fig. 8.)Die Katharinenklosterkirche, vollendet 1317, jetzt Arsenal, mitgleich hohen Schiffen und Chorraum von der Breite des Mittelschiffes ; dieArkadenpfeiler theils rund , theils achteckig ; Blättercapitäle an den Gurt-trägern im Chor. Die Marienkirche 1 ) in colossalen Massen, imWesentlichen vollendet im J. 1460; Grundform des Kreuzes ; niedrigere

1) Zober, E., die St. Marienkirche zu Stralsund, in der Zeitschr. Sundine.1836. No. 55. S. 129 ff.