im norddeutschen Tieflande.
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mit siebenseitig aus dem Zehneck geschlossenem Chor; achteckige Arka-denpfeiler ; kleine niedrige Kapellen zwischen den Strebepfeilern; Stern-gewölbe ; kein Thurm. Der Kreuzgang neben der Kirche älter als diese.(Kugler, Kl. Sehr. 1, 715 Fig. 95 — 97.) ■—■ Die Jacobikirche , eincolossales Gebäude und, wie vorhandene Ueberreste beweisen, Umbau einerälteren Kirche mit niedrigen Seitenschiffen und zwei Westthtlrmen ; jetztsind die Schiffe von gleicher Höhe, die Abseiten bilden einen Umgang umden fünfseitigen Chorschluss und es ist nur ein, im J. 1504 vollendeterThurm vorhanden; achteckige, im Chor viereckige Pfeiler ; moderne Ueber-wölbung. (Ebd. S. 7 IG Fig. 98.) — Die als Arsenal benutzte, verbauteKirche des Mariennonnenklosters von 1336. — Die einschiffigefünfseitig geschlossene Petrikirche mit nach innen gezogenen Strebe-pfeilern aus dem XY. Jahrhundert.
Stolp. Die Marienkirche mit niedrigen Seitenschiffen , dreiseitiggeschlossenem Chor von der Breite des Mittelschiffes und achteckigen Ar-kadenpfeilern ; der Thurmbau nimmt die ganze Westseite ein, und die un-tere Halle von der Höhe des Mittelschiffes bildet gewissermassen ein west-liches Querschiff. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 735 Fig. 136 —138.) — Dieeinschiffige, rechtwinkelig geschlossene Schlosskirche mit rohen Stern-gewölben überdeckt. — Die kleine Nico1aik1osterkirche (Armen-schule) mit eigenthümlicher Anlage des Thürmchens vor der Westfront,auf dessen Ecken Strebepfeiler schräg heraustreten. — Die achteckige Ka-pelle des Georgenhospitals mit kreisrunden Fenstern. (A. a. O. S. 742Fig. 153.)
Stralsund. Die 1311 begonnene Nicolaikirche mit niedrigen, einenin der Hauptform fünfseitigen Umgang um den dreiseitigen Chorschlussbildenden Abseiten; an den fünf Seiten des Umganges treten indess wie-derum kleinere polygonische Vorlagen heraus ; die Arkadenpfeiler des Lang-hauses achtseitig mit feinen Halbsäulchen in den Ecken, die Chorpfeiler instrenggothischen Formen auf das lebhafteste gegliedert; die Strebepfeilerder Seitenschiffe , unterhalb nach innen gezogen und kleine Kapellen zwi-schen sich einschliessend, übersteigen das Dach der Abseiten und tragenstarke Strebebögen , welche sich nach den Wänden des Hauptschiffes hin-überwölben ; zwei Thürme mit dreifacher Halle vor der Westfront. (Kug-ler, Kl. Sehr. 1, 727 Fig. 121 —124. — Essenwein, Backsteinbau.Titelbild.) — Die Jacobikirche mit drei Schiffen von ungleicher Höhe,aber von gleicher Länge und an der Ostseite durch eine gerade Wand ab-geschlossen ; achteckige Arkadenpfeiler; ein schlanker, im Obergeschosseachteckiger Thurm mit reicher Decoration über der Westfront. (Kuglera. a. O. S. 729 Fig. 125. — Essen wein a. a. O. Taf. 10 Fig. 8.) —Die Katharinenklosterkirche, vollendet 1317, jetzt Arsenal, mitgleich hohen Schiffen und Chorraum von der Breite des Mittelschiffes ; dieArkadenpfeiler theils rund , theils achteckig ; Blättercapitäle an den Gurt-trägern im Chor. — Die Marienkirche 1 ) in colossalen Massen, imWesentlichen vollendet im J. 1460; Grundform des Kreuzes ; niedrigere
1) Zober, E., die St. Marienkirche zu Stralsund, in der Zeitschr. Sundine.1836. No. 55. S. 129 ff.