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Gothische Kirchen
Breite des Mittelschiffes , dessen Oberwand nördlich vollständige Fensterhat, südlich nur Blenden, deren Deckbögen indess offen sind. (Kugler,Kl. Sehr. 1, 736 Fig. 139 —142.) — Die Gertrudskirche, ein sechs-eckiger Centralbau mit niedrigerem , ein Zwölfeck bildendem Umgänge.(Ebd. S. 741 Fig. 151.)
Salzwedel. Die Katharinenkirche (oben S. 463) erhielt zu Anfangdes XV. Jahrh. an den Langfacaden je drei hohe reich ausgestattete_ Stufen-giebel, sodann wurden die Seitenschiffe östlich um zwei Joche mit acht-eckigem Pfeilerpaare verlängert, ein neuer einschiffiger, fünfseitig geschlos-sener Chor , mit der zweistöckigen Marienkapelle auf seiner Südseite, an-gebaut, neue Gewölbe im Langhause eingezogen, und endlich (1490—1500)vor der Westseite die dreischiifige (durch Plineinziehung der durchbroche-nen Strebepfeiler mit oberem Umgänge fünfschiffige) PTonleichnamskapellemit Rundpfeilern (Strack und Meyerheim, Denkm. No. 4 u. 13) errichtet.— Die Marienkirche (oben S. 463) wurde, nachdem schon im XIV.Jahrh. der Obergaden des Schiffes erneuert w r ar, um 1450—1468, zu einerfünfschiffigen Anlage (mit Rundpfeilern zwischen den Seitenschiffen) ver-breitert und mit einem polygonischen Chorschlusse versehen, wobei mansämmtliche Umfassungsmauern erhöhte und neue Gewölbe einzog. Späternoch fällt die den alten Rundthurm umfassende Anlage der stattlichen West-kapelle. — Die Fran cis canerkirch e , mit nur einem südlichen Seiten-schiffe und dem einschiffigen siebenseitig geschlossenen Chor gehört we-sentlich dem XV. Jahrh. an: der Chor 1435—1453; das Langhaus, dessenRundpfeiler mit je vier Dienstbündeln besetzt sind, seit 1493. — Von derehemaligen Klosterkirche St. Spiritus existirt nur noch der Chor ausdem XV. Jahrh. (Adler, Bauwerke I, 88 f.) — Die HospitalkapellenSt. Georg und St. Gertrud sind beide einschiffig: erstere mit halbrun-der Apsis aus dem XIII., letztere aus dem XV. Jahrh. (Ebd. S. 89.)
St. Albrecht hei Danzig. Einschiffige Dorfkirche mit schmälerem drei-seitig geschlossenem Chor und Thurm vor der Westseite. (Strehlke, inden N. Preuss. Prov.-Bl. 3. Folge 3, 328.)
Santoppeil bei Rössel. Rechteckige flachgedeckte Landkirche mit vor-gelegtem Thurm in Westen : die Giebel des letzteren , der Ostgiebel derKirche und der Giebel der nördlich angebauten Sacristei sehr schön undmalerisch, (v. Quast, Denkm. Heft 4. Bl. 23.)
Schlawe in Pommern. Die Marienkirche mit niedrigen Seitenschiffen,achteckigen Pfeilern , auf deren Ecken sich aus tiefen Einkehlungen feineHalbsäulchen entwickeln, und dreiseitig geschlossenem Chor von der Breitedes Hauptschiffes. (Kugler, Kl. Sehr. I, 734 Fig. 135.)
Schleswig. Der Dom (oben S. 464) ist, abgesehen von dem roman.Querhause und einem Säulenportal aus Granit an der Südseite , wesentlichaus spätgoth. Zeit. Das Schiff hat viereckige Pfeiler und nach innen gezo-gene Streben : im polygon geschlossenen Chor sind letztere für einen Um-gang in der Höhe der Fenster durchbrochen.
Schöueck unweit Danzig. Dreischiffige Hallenkirche mit einschiffigem,dreiseitig schliessendem Chor. Jetzt ohne Gewölbe. Der aus der Westseitehervortretende Thurm tritt in das Schiff hinein. (Strehlke, in den N.Preuss. Prov.-Bl. 3. P'olge. 3, 328.)