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1 (1868)
Entstehung
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615
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im norddeutschen Tieflande.

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Ijritz in Pommern. Die im XV. Jahrh. bedeutend veränderte Moritz-kirche mit niedrigen Seitenschiffen, achteckigen Pfeilern und dreiseitiggeschlossenem (später mit Umgang versehenem) Chor. Statt der Oberlich-ter in den Schildbogenfeldern je fünf pyramidal gruppirte kleine Spitzbogen-blenden. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 737 Fig. 143 14S.) Die einfacheKlosterkirche, einschiffig mit einem edel gegliederten Portal (ebd. S. 139Fig. 149).

Ralheuow unweit Brandenburg. Die Pfarrkirche erscheint in ihremLanghause als spätgoth. Umbau einer roman. Basilika, deren Ostende mitzwei Apsiden am Schlüsse der Seitenschiffe und einem Säulenportal an derNordseite noch erhalten ist. Aelterer Zeit als der gedachte Umbau (mitRundpfeilern und bunt decorirten Gewölben) gehört der mit achteckigenPfeilern ausgestattete Chor an, um dessen dreiseitigen Schluss die gleichhohen Seitenschiffe einen siebenseitigen Umgang bilden. Am Westendedes Chores ist südlich die polygonische Andreaskapelle unter hohem Pyra-midendach, nördlich die einschiffige, gegen Norden halbrund geschlosseneMarienkapelle angebaut. Der Thurm vor der Westfront der Kirche ist derjüngste Theil des Gebäudes'. (Adler II. Bl. 73.)

Ratihor. Die rechteckige Schlosskapelle 1 ) im reinsten und edelen Stilmit schönen Blättercapitälen und reichem Fenstermaasswerk ; das Aeussereunbedeutend.

Rössel im Ermlande. Spätgoth. rechteckige Hallenkirche mit acht-eckigen Pfeilern und reichen Sterngewölben. Schmale ungetheilte Fenster;decorirter Ostgiebel; viereckiger Thurm vor der Westseite, (v. Quast,Denkm. Heft 2 Bl. 9.)

Rostock. Unter den vier grossen Hauptkirchen der Stadt ist die wich-tigste die in der Anlage dem Dom von Schwerin entsprechende Marien-kirche, doch ist hier der nördliche Kreuzarm polygonisch geschlossen;achteckige Arkadenpfeiler, nur die viereckigen Chorpfeiler (Essenwein,Backsteinbau. Taf. G Fig. 14) indess sind profilirt; ebenso die Chorfenster,während die übrigen undetaillirte Leibungen haben ; im Mittelschiff Stern-gewölbe. Der Bau datirt mit Ausnahme des westlichen Thurmes von 1398.1472. Die dreischiffige Petrikirche, deren dreiseitig geschlossenesHauptschiff sich nur unbeträchtlich über die geradlinig geschlossenen brei-ten Abseiten erhebt und deshalb nur kurze Fenster hat, deren Stabwerkjedoch an der Wand des Triforiums nach unten fortgesetzt ist; die schlan-ken achteckigen Arkadenpfeiler sind an den vier Hauptseiten mit Bündel-säulchen versehen ; die nach innen gezogenen Strebepfeiler haben Durch-gänge für die angebrachten Wandgalerien. Die Jacobikirclie, der vo-rigen verwandt, aber reicher und zierlicher in den Profilirungen ; auch istdas Mittelschiff geradlinig und die Abseiten polygonisch geschlossen.Die Nicolaikirche mit drei Schiffen von gleicher Höhe, Pfeilern vonrunder Grundform und niedrigerem, gerade geschlossenem Chor.

RA genwalde in Pommern. Die Marienkirche mit niedrigen Seiten-schiffen , achteckigen Pfeilern und dreiseitig geschlossenem Chor von der

I) Cuno, Bemerkungen zu der Skizze (Bl. 13) der Ratiborer Schloss-Kapelle,in der Zeitschr. für Bauwesen. 1852. Sp. 21U 212.