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1 (1868)
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Gothische Kirchen

dern gothischem) Rechteckthurme in Westen. Restaurirt. [Adler II, 12u. Tat. 53 f.)

Plastwich (Kr. Braunsberg). Ansehnliche einschiffige flach gedeckteLandkirche, mit schmälerem, gerade geschlossenem und überwölbtem Chor.Der stattliche Thurm mit hohen Blenden und an den beiden Giebeln mitSpitzpfeilern geschmückt, (v. Quast, Denkm. Heft 4. Bl. 23.)

Plaue a. d. Havel. Spätgothisch ausgebaute zweischiffige Hallenkirchemit achteckigen Pfeilern und schmälerem einschiffigem, gerade schliessen-dem Chor. (Adler II. Bl. 75.)

Posen. Die Marienkirche, ein Choxbau mit drei gleich hohen Schiffenund theils acht-, theils sechseckigen, an den Ecken gegliederten Pfeilern.

Pranst. Dreischiffige Dorfkirche ') mit niederen Abseiten, rechteckigenabgekanteten Pfeilern, Oberlichtern, einschiffigem rechteckigem Chor undniedrigem Westthurm. Sterngewölbe. Eine Vorhalle südlich am Schiff,die Sacristei nördlich am Chor. Mitte des XIV. Jahrhunderts.

Prenzlau. Die Marienkirche, deren drei gleich hohe und gleichlange Schiffe , von reichgegliederten Viereckpfeilern getrennt, östlich inflachen Polygonabschnitten schliessen. Zwischen den Strebepfeilern desSchlusses ist durch Verbindungsbögen eine gerade Flucht hergestellt alsGrundlage des in höchst kühner und vollendeter Anwendung des durch-brochenen Ziegelmaasswerkes reich geschmückten Ostgiebels. Zwei West-thürrne. (Kallenbach, Atlas. Taf. 58. 59 u. 61. Essenwein, Back-steinbau, auf Taf. 2. 6. 15. 16 u. 24. Vergl. oben S. 589 Fig. 232.)Die Schwarze Kloster kirche , geweiht 1343. (Detail bei v. Minutoli,Dom zu Drontheim. Taf. 10 Fig. 56.)

Prcussisch - Fylau. Rechteckige einschiffige Kirche mit decorirtem Ost-giebel und viereckigem Westthurm.

Preussisch-stargard. Dreischiffige thurmlose Kirche 1 2 ) mit niederenSeitenschiffen, Oberlichtern, abgekantet rechteckigen Pfeilern und einschif-figem gerade schliessendem Chor. Nur die Seitenschiffe haben Sterngewölbe,das Uebrige Holzdecken. Sehr eleganter Westgiebel. Strebebögen unterden Seitenschiffdächern. (Strehlke, in den N. Preuss. Prov.-Bl. 3.Folge.3. 329.)

Pritzwalk in der Priegnitz. Die Kirche, welche ihre noch jetzige Ge-staltung im Wesentlichen durch einen Restaurationsbau von 1501 erhielt,ist ein dreischiffiger Hallenbau mit Chorumgang, verbunden mit drei zwei-stöckigen Seitenkapellen , deren Oberetagen sich emporenartig nach innenöffnen. Die Sterngewölbe ruhen auf glatten basenlosen Rundpfeilern. Deroblonge Westthurm und Theile der Nordmauer aus Granitquadern scheinenaus dem XIII. Jahrh. herzurühren , der Chor in Mauern und die nördlichan demselben belegene Doppelkapelle von 1451; alles Uebrige später.(Adler II, 16.)

1) Gebauer, die Kirche in Praust bei Danzig, in den N. Preuss. Prov. - Bl.(1S55) 2.Folge. 7, 139143. Strehlke, E., die Kirche in Praust, ebd. 3.Folge.3, 324 331 nebst 4 Abbild.

2) Bergan, R., die Kirche zu Pr.-Stargard, im Correspondenz-Bl. 1865. S. 32 ;vergl. Danziger Dampfboot 1865. No. 43.