im norddeutschen Tieflande.
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Neustadt a. d. Ostsee. Edelgoth. Kirche mit niederen Seitenschiffen,aber unter einem Dache. Die mit vielen Abstufungen gegliederten Pfeilersind an beiden Fronten mit Bündeldiensten besetzt. Der sehr niedrigegerade geschlossene Chor zeigt noch einen Rundbogenfries. NiedrigerThurm vor der Westseite. Lotz 1, 469.
Neustadt - Eberswalde. Die Pfarrkirche, frühgothisch mit roman.Reminiscenzen ; nach Mertens (Tafeln) 1333, mit Veränderungen nacheinem Brande von 1499. Vier Paar Pfeiler. — Die kleine Georgen (Hospi-tal-) Kapelle vor dem Unterthor, einschiffig mit zwei Jochen und schiefdreiseitigem Schluss. Die bimförmigen Gewölbegurte ruhen auf Spitzcon-solen. Unter den Kleebogenfenstern ein c. 2 F. breiter aus Vierpässenzusammengesetzter Fries; der untere Theil der Wände mit Rund- undStichhogenblenden. An der Westseite ein schmaler rechteckiger Vorbau,über dem sich ein vierstöckiger , mit oblongen Blenden decorirter und mitPyramidendach gedeckter Thurm erhebt. (Adler II. Bl. 80.)
Neilteich in Preussen. Kirche mit niederen Seitenschiffen.
Oliva. Der Chor der Klosterkirche (S. 461) mit dem Umgänge undandern Veränderungen nach einem Brande von 1350; die Gewölbe desQuer- und Mittelschiffes erst 1582. Das Gewölbe des von zwei achteckigenGranitpfeilern getragenen Capitelsaals ist 1866 eingestürzt.
Osterblirg. Das alte Langhaus der Nicolaikirche (S. 461) wurde gegenEnde des XIV. zur Hallenform umgebaut und erst gegen Ende des folgen-den Jahrh. scheint der merkwürdig unregelmässige, flach dreiseitig geschlos-sene Chor entstanden zu sein, dessen Seitenschiffe in zwei diagonal gestell-ten Polygonschlüssen enden.
Parstein (auf der Ziegeninsel im Mariensee) im Lande Barnim. GeringeUeberreste eines dreischiffigen Gewölbehaues: Strebepfeiler und romanischesDetail. Um 1233.
Pasewalk in Pommern. Die Marienkirche (1306), deren gleich hoheSchiffe jedes für sich polygonisch schliessen, so dass die Nischen der Ab-seiten über die Seitenwände hinaustreten ; die Arkadenpfeiler von acht-eckiger Grundform mit gedoppelten Halbsäulchen auf den Ecken und Drei-viertelsäulehen an den Hauptseiten ; die Gurtträger im Chor in gewisserHöhe durch einen Ring umfasst; die Details in edler, klarer Bildung;Ueberwölbung modern. Restaurirt. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 704 ff. Fig. 76— 84.)
Pelßlill bei Danzig. Die Cisterzienserkirche (Dom) mit niederen Sei-tenschiffen , kurzen Oberlichtern und dreischiffigem gerade schliessendemChor , in der Mitte der Gesammtlänge von einem zweischiffigen Querhausedurchschnitten, geweiht 1472. Achteckige Pfeiler, zur Hälfte ihrer Stärkeals Gurtträger der Sterngewölhe aufsteigend. Decorirte Giebel. Kreuzgang,Refectorium undCapitelsaal.— Lotz 1, 498. — Die kleine Pfarrkirche1418.
Perleberg. Die Jacobikirche mit einschiffigem, im halben Zehneckschliessendem, 1361 begonnenem Chor, hallenförmigem, höchst unregel-mässigem spätgoth. Langhause mit rohen Rundpfeilern , zwei reichen Por-talen aus glasirten Ornamentziegeln an der Südseite und altem (oben mo-