im norddeutschen Tieflande.
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sendem Chor mit Fialen-geschmücktem Ostgiebel bestehend, nach demBrande von 1862 wiederhergestellt.
Lnueulnirg in Pommern. Die Jacobikirche mit drei Schiffen von glei-cher Höhe; das Innere in wüster Weise entstellt; am Aenssern fällt überden Seitenfenstern eine Reihe spitzbogiger Fensterblenden mit kleinerenOeffnungen innerhalb derselben auf.
Lenzen unweit Perleberg. Die in Folge vieler Brände ganz entstellteKatbarinenkirche in der Grundform des Kreuzes. Das Langhaus mit kreuz-förmigen Pfeilern ist älter als der im halben Achteck geschlossene einschif-fige spätgoth. Chor. (Adler II, 17 f.)
Liegllitz. Die Marienkirche (nach einem Brande von 1822 wesent-lich erneuert) und die Petri-Paulikirche (1313 —1386) sind namhafteGebäude; letztere mit schönem Radfenster im Zwischenbau der beidenWestthürme.
Lochstiult bei Pillau. Rechteckige Schlosskapelle, doch ist im Innernein potygoner Schluss durch die Gewölbebildung angedeutet. Reiches Portal.
Lockau bei Seeburg. Ansehnliche rechteckige Landkirche (begonnen1102) mit decorirten Giebeln , einigen malerischen Anbauten und Holz-thurm in Westen, (v. Quast, Denkm. Heft 4. Bl. 23 Fig. 8 — 12.)
Löwenberg in Schlesien. Die kathol. Pfarrkirche, aus dem XV. Jahrh.,deren drei gleich hohe Schiffe östlich jedes für sich polygonisch endeten,mit schlanken Arkaden und zwei kleineren Westthürmen , ist aus völligbarbarisirtem Zustande neuerlich hergestellt.
Lübeck. 1 ) Die Aegidienkirche, dreischiffiger Hallenbau. Das Mit-telschiff schliesst dreiseitig, die Seitenschiffe gerade. Viereckige Pfeiler mitrechteckigen Vorlagen. Hoher Thurm über der Westseite. (Schlösser u.Tischbein Taf. 16.) — Ruine der 1502 —1510 erbauten ClarissenkircheSt. Anna, eines thurmlosen Hallenbaues mit dreiseitig geschlossenemeinschiffigem Chor und achteckigen Pfeilern. Kreuzgang und Refectoriummit Hausteindetails. (Milde, ABC.) —• Der dreiseitig geschlossene Chordes Domes 2 * ) mit Umgang und Kapellenkranz; vergl. oben S. 459. —Ueberreste der Dominicanerkirche. Der Kreuzgang, an den westlichein zweischiffiger Saal mit achteckigen Pfeilern stösst. nördlich das ebenfallszweischiffige Refectorium mit Säulen und Pfeilern im Uebergangsstil. —Die Jacobikirche, deren gleich hohe Schiffe von viereckigen, an denabgekanteten Ecken mit Runddiensten besetzten Pfeilern getrennt werdenund jedes polygonisch schliessen. Thurm über der Westseite. (Schlös-ser und Tischbein Taf. 15 u. 19.) — Die (Franciscaner) Katharinen-kirche von 1335, mit schmalen niedrigen Seitenschiffen, die sich jenseitsdes (durch mit vier Diensten besetzte Rundpfeiler in zwei Schiffe getheil-ten) nicht ausladenden Querhauses fortsetzen und neben dem dreiseitig ge-schlossenen Chor schräg hinaustretend polygonisch enden. Die Pfeiler der
1) Schlösser, H., u. Ti s ch b e in, A., Denkmale altdeutscher Baukunst inLübeck. 3 Hfte. (IS3(l.) — Deecke, L. H. E., die freie und Hansestadt Lübeck.Mit Abbild. 2. Aufl. I S 1 I. — Milde, C. J., Lübecker ABC. 1850.
2) (Heller, L.,) die Merkwürdigkeiten der Domkirche in Lübeck. Neue Aufl.
1815.