im norddeutschen Tieflande.
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llerzberg a. cl. Elster. Hallenkirche, deren drei Schiffe, von gleicherLänge, jedes dreiseitig schliessen. Schlicht achteckige Pfeiler mit einfachenbandartigen Kämpfern durch breitleibige Spitzbögen verbunden; Netz-gewölbe. Die schlanken Fenster im Innern je zwischen zwei Blenden.XIV. Jahrhundert.
Jüterbog. Die Nicolaikirche inHallenform mit Chorumgang der Sei-tenschiffe. Rohe achteckige Pfeiler, aus denen die Gliederungen der Scheid-bögen und die Rippen der einfachen Kreuzgewölbe wie aus einer Umhiil-sung aufsteigen. Der älteste Theil ist das Langhaus, mit Ausnahme deswestlichsten Joches, der beiden, innerlich auf schlichten Pfeilern ruhendenquadratischen Granitthürme und des eine Vorhalle bildenden Zwischenhau-ses mit schönem Sandsteinportal (oben S. 486 Fig. 218) und decorirtemZiegelgiebel. Die Seitenschiffe endeten ursprünglich geradlinig ; das Chor-polygon nebst Umgang und der kreuzarmartige zweigeschossige Vorbau(die jetzige Sacristei) auf der Nordseite sind Zusätze von 14 75 — 14 88.Südlich ist ein ähnlicher Vorbau (die alte Sacristei) von 1447 ; beide mitdecorirten Giebeln. (Puttrich, Denkm. II. Serie Jüterbog. Bl. 7.) —Die (Barfüsser) Mö nchenk'ir che , ebenfalls in Hallenform und mit acht-eckigen Pfeilern , aber mit einschiffigem dreiseitig geschlossenem Chor undfensterloser Nordwand; um 1500. — Die Heil. Geistkapelle, einoblonger einschiffiger Granitbau (jetzt Schuppen) mit blenden-geschmück-tem Spitzgiebel. (A. a. O. auf Bl. 3 b.) ■— Das Klostergebäude bei derDammkirche (ebd. Bl. 5), der Polygonschluss der letzteren und derAbtshof aus dem XV. Jahrh.
K< ‘HZ bei Barth. Die Kirche , einschiffig und im halben Zehneck ge-schlossen. Zierlicher Westthurm. XIV. Jahrh.
Kiel. Die Klosterkirche mit grösstentheils zerstörtem Chor, nie-deren Seitenschiffen und rechteckigen Pfeilern; letztere haben vorn einerechteckige Vorlage und zu deren Seite zwei Dienste mit Kelchcapitälen.Die Oberlichter fehlen. — Die Nicolaikirche von niedrigen Verhältnis-sen in Hallenform mit einschiffigem Chor und viereckigem Westthurm.Uebereckstehende Achteckpfeiler mit Gurtträgern auf den Ecken.
Kienitten bei Heilsberg. Ansehnliche oblonge einschiffige flach ge-deckte Landkirche aus dem XIV. Jahrh., mit decorirtem Ostgiebel undschönem Giebelthurm in Westen: das Ganze mit dem Anbau der Sacristeivon malerischer Wirkung, (v. Quast, Denkm. Heft 4 Bl. 24.)
Königsberg i.d.N. Die (Augustiner) Klosterkirche aus dem XIV.Jahrh. — Die 1407 geweihte Marienkirche, in Hallenform mit schlan-ken Pfeilern , Beispiel der reichsten Anwendung des buntfarbigen Ziegel-ornaments auf durchbrochene Flächen. An der südlichen Langseite einekellerartige oblonge Kapelle. Thurm von 1855.
Königsberg i. Pr. Der Dom, 1 ) gegründet 1333, mit der in Preussenseltenen Anlage zweier Westthürme ; dem dreischiffigenLanghau.se schliesstsich der fast gleich lange einschiffige Chor an. Die achteckigen Arkaden-pfeiler sind nur an den schrägen Seiten gegliedert; die Gurte der Stern-gewölbe ruhen auf Diensten, welche nicht bis zum Fussboden hinabi'üiehen.
I) Gebser, A. R., u. Hagen, E. A., der Dom zu Königsberg i. Pr. I t '35.
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