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1 (1868)
Entstehung
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606
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Gothische Kirchen

(Dom) , ein rechteckiger Hallenhau mit achteckigen Pfeilern, reichen Ge-wölben, Stufengieheln und Westthurm.

Hamburg- Die aus drei gleich hohen und gleich langen polygonisclischliessenden Schiffen bestehende Jaco bikirch e , deren dicke Rundpfei-ler mit vier ausgekragten Gurtträgern besetzt sind. An der Südseite istnoch ein wenig niedrigeres äusseres Seitenschiff in spätgoth. Zeit angehaut. Die 1426 gewölbte Katharinenkirche, basilikal mit drei gleichbreiten und gleich langen Schiffen, von denen das mittlere gerade, die bei-den äusseren dreiseitig schliessen. Die ähnlich wie in der Jacobikirche ge-bildeten Pfeiler steigen mit einem Bruchtheile ihrer Dicke an den hohen,statt der Oberlichter nur mit Blenden versehenen Scheidmauern als Gurt-träger empor. Die Schiffe liegen unter einem Dache. Das Maasswerk derChorfenster ist neu. Die neuerlich hergestellte Petrikirche ist einHallenbau mit einem nördlichen und zwei südlichen Seitenschiffen, welcheletztere von viereckigen mit je vier Halbsäulen besetzten Pfeilern getrenntwerden , während die übrigen Pfeiler rund und ebenfalls mit Halbsäulenversehen sind. Vergl. Lotz 1, 277 f.

Havelberg. Der Dom erscheint in seinem dreischiffigen basilikalenLanghause mit den in zweistöckigen quadratischen Zwillingskapellen schlies-senden Seitenschiffen als streng gothischer Umbau der ursprünglichen ro-manischen Anlage (S. 456). Die alten kreuzförmigen Pfeiler wurden mitVorlagen versehen, die, an den grösstentheils aus Ziegeln neu aufgeführtenScheidmauern aufsteigend, sich über den Arkadenbögen Behufs Gewinnungeines Laufganges im kaum merklich gebrochenen Rundbogen, und über denOberlichtern als Schildbögen der Gewölbe abermals spitzbogig zusammen-wölben. Das Chorpolygon und die Gewölbe der Seitenschiffe datiren von13861411. A\ich der Kreuzgang und die Stiftsgebäude repräsentiren dieangegebenen drei Bauperioden der (1841 unbefriedigend restaurirten) Kirche.(Adler, Bauwerke II, 1-6 u. Bl. 51 f.) Die dreischiffige Lorenz-kirche in Hallenform mit einschiffigem Chor und Westthurm. Pfeilertheils rund, theils kreuzförmig. (Ebd. S. 9.) Die ungewölbte achteckigeAnnakapelle, spätgothisch. Die oblonge einschiffige Heil. Geist-kapelle, ein zierlicher, nach 1450 erneuerter Bau.

Heiligen - Grabe bei Wittstock. Die stattliche anscheinend vom Endedes XIII. Jahrh. stammende, oblonge einschiffige (Cisterzienserinnen-) Klo-sterkirche , ehemals mit Nonnenempore, aus Granit mit Backsteindetails ;der Aufbau der Westfront, die Kreuzgewölbe und das Chorpolygon um1450. Der Kreuzgang aus dem XIV. und XV. Jahrh. Die spätgoth.Heil. Grabes-Kapelle, ein mit Sterngewölben gedecktes einschiffiges Recht-eck. Die Strebepfeiler nach innen gezogen ; zwei decorirte Giebel; grosserFormenreichthum im Innern und am Aeusseren. (Adler II, 7 f. u. Bl. 55.)

Heilsberg im Ermlande. Die dreischiffige Stadtkirche in oblongerHallenform. Vor der Mitte der Westfront ein zwischen zwei mit schmuck-vollen Halbgiebeln versehenen niedrigen Abseiten schlank aufsteigenderThurm ; zweite Hälfte des XIV. Jahrh. Im (als Krankenhaus restaurir-ten) bischöll. Schloss eine grössere und eine kleinere Kapelle, letztere imHauptthurme belegen, (v. Quast, Denkm. Hft. 1 Bl. 5 f.)