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1 (1868)
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603
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im norddeutschen Tieflande.

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laikirclie, ein dreischifllger Hallenbau aus zwei verschiedenen Zeiten.Das romanisirend frühgoth. Langhaus ist im Mittelschiffe rundbogig über-wölbt, in den Seitenschiffen schlank spitzbogig. Die Pfeiler sind übereckgestellt viereckig, an den Seiten gegliedert und an den Ecken mit Halbsäu-len besetzt , auf deren Würfelcapitälen schwere roman. Kämpfergesimselagern. Der mit Sterngewölben gedeckte Chor ist spätgothisch , mit acht-seitigen , an den Ecken mit Stäben besetzten Pfeilern und einem unregel-mässig fünfseitigen Umgang um den geradlinigen Schluss. Ein Westthurmvor dem nördl. Seitenschiff. (Adler a. a. O. Eig. 1. 4. 6 u. 8.) — Diei'Eranciscaner-) Unterkirche, dreischiffig in Hallenform, mit einschiffi-gem gerade geschlossenem C'hor, 1517—1525.

Prauenbuig. Der D o m '), ein ausgezeichneter dreischiffiger Hallenbaumit einschiffigem rechteckigem Chor; letzterer (geweiht 1342) ist durchviel gegliederte Wandpfeiler mit Laubcapitälen und durch gutes Stückwerkder Fenster ausgezeichnet. Das Schiff' (vollendet 1388) hat einfach acht-eckige Pfeilerund, wie die ganze Kirche, Sterngewölbe. Vordem reichaus Kalkstein gearbeiteten Westportal ist in der Breite des Mittelschiffeseine niedrige rechteckige Vorhalle angeordnet, deren Pultdach in der Frontvon einer mehrfachen Giebelarchitektur überatiegen wird, welcher sich seit-wärts ähnlich gebildete Halbgiebel anschliessen. Ein entsprechend reichgeschmücktes Spitzbogenportal führt in das Innere der Halle, deren Wändein den Gewölbeschilden mit einem kleinen, aus Formsteinen gebildetengoth. Muster teppichartig ganz bedeckt sind. Den Ecken des Hochbauessind zierliche schlanke Thürmchen von achteckigem Grundriss aufgesetzt,welche den an den Schenkeln mit Blumen besetzten westlichen Hauptgiebelflankiren. Aehnliche Thürmchen.befinden sich am Ostende der Seitenschiffeneben dem nach einem Brande von 1551 helgestellten Mittelgiebel. DerOstgiebel des Chores ist nur einfach gehalten, (v. Quast, Denkm. Heft 3.Bl. 13 u. 15-—18. — Reiseskizzen der Berliner Architekten. 1858. Bl. 18— 21.)— Die einfach rechteckige 5 Joche lange Pfarrkirche, (v. Quast,Bl. 13.)

Preienwalde in Pommern. Die Marienkirche mit drei gleich hohen,durch achteckige Pfeiler gesonderten Schiffen, Chor von der Breite desHauptschiffes und mit zierlichen Blenden versehenen Strebepfeilern ; derThurm tritt vor dem Westende des Mittelschiffes frei hervor und bildetunten eine nördlich und südlich offene Halle. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 759Fig. 167 f.)

Fiirstemvallle a. d. Spree. Der Dom, Hallenkirche mit schlichten acht-eckigen Pfeilern (jetzt ohne Gewölbe) 1446 — 1470.

ilartlelegeil in der Altmark. Die Marienkirche erscheint in derHallenform ihres fünfschiffigen Langhauses als streng gothischer Umbaueiner roman. Gewölbebasilika in der Grundform des Kreuzes (oben S.454).Der breitere und höhere Chor aus dem XIV. u. XV. Jahrh. Anderes unddie angebauten Kapellen erst 1509—1513. — Das den alten roman. West-thurm von 1222 umfassende Langhaus der Nicolaikirche (oben S. 454),

1) Bergau, lt., Ueber den Dom zu Frauenburg in Ostpreussen , in den Dios-kuren. 1 800. S. 319 f. 343—3 10. 371 f.