604
Oothische Kirchen
dessen drei Schifte von mit Gurtträgern besetzten Rundpfeilern getrenntwerden, datirt uni 14 70. Etwas später erscheint der lange einschiffige po-lj'gonisch schliessende Chor, dem an seinen drei westlichen Jochen 1522beiderseits zweistöckige mit Emporen versehene Abseiten angebaut wurden.
Garz a. d. O. Die Stephanskirche mit drei gleich hohen, durch acht-eckige Pfeiler gesonderten Schiffen und Sterngewölben in quadratischenJochen; der fünfseitig geschlossene Chor von der Breite des Hauptschiffes;die Strebepfeiler nach innen hervortretend. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 76(1Fig. 169 f.)
Gillgst auf der Insel Bügen. Spätgotliisehe dreischiffige Kirche mitFenstern, deren Deckbögen eckig aufsetzen.
Gleiwitz in Oberschlesien. Pfarrkirche von 1504.
Goltlberg bei Liegnitz. Streng goth. Hauptkirche, CJuaderbau mitdrei Thürmen, deren höchster vor dem polygonen Chorschlusse steht. —Die rechteckige Bergkirche mit reich verziertem Portal strengen Stils,Yergl. Lotz 1, 213.
Golluow in Pommern. Unbedeutende spätgoth. Hallenkirche.
Golllip unweit Thorn. Die flachgedeckte Stadtkirche mit schmä-lerem gewölbtem dreiseitig schlicssendem Chor; XIV. Jahrh. — Die zier-liche Schlosskapelle aus dem XIV. Jahrh.
Grainzow in der Ukermark. Ueberrest eines westl. Polygonbaues vonder ehemaligen Prämonstratenserkirclie, XIV. Jahrhundert.
Grillisee in der Mark. Die Marienkirche, ein Hallenbau aus dem XIV.Jahrh., dessen drei Schiffe von achteckigen Pfeilern geschieden werden, dieauf den Ecken mit Halbsäulchen besetzt sind , welche statt der CapitäleKöpfe tragen. Die Kirche endet östlich mit einem hohen schmuckreichenGiebel, an den sich, den Schiffen entsprechend, drei niedrige Apsidenschliessen ; die mittlere dreiseitig, die beiden zur Seite zweiseitig im stum-pfen Winkel. (Adler, Bauwerke II. Bl. 76 f.) — Ueberreste der 1604abgebrannten (Grauen) Klosterkirche; im Innern schlanke Gurtträgermit schlichten Kelchcapitälen. (Flbd. Bl. 77 Fig. 14.) Der Conventsaalund das Refectorium (die Ueberwölbung beider von einem Mittelpfeiler ge-tragen), sowie Theile des ehemal. Kreuzganges dienen jetzt Schulzwecken.
(jlrauileiiz. Hallenkirche mit achteckigen Pfeilern und einschiffigemChor.
Greiffeilberg in Pommern. Die Marienkirche mit drei gleich hohenSchiffen, gerade schlicssendem Chorraum von der Breite des Mittelschiffesund achteckigen Arkadenpfeilern, welche an den vier Hauptseiten mit stab-artigen Gurtträgern versehen sind. Die Detailbildungen zeigen abwechselndfrühe und ziemlich späte Formen. (Kugler, Kl. Sehr. 1. 713 Fig. 92—94.)
Greiffenhageil unweit Stettin. Die einschiffige edel goth. Heil. Geist-kirche, früher mit fünfseitigem Tliürmchen vor der Westseite. Restaurirf1857.
Greifswald. Die J acobikirclie mit drei Schiffen von gleicher Höhe,deren mittleres sich als Chor fortsetzt; die Arkadenpfeiler von runderGrundform sind mit einfachen Deckgesimsen versehen; die Details derGurtträger entsprechen der ersten Ausbildung des gothischen Stils ; spätereSterngewölbe. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 700 Fig. 63—66.) — Die Marien-
: V