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Gothische Kirchen
gegliederten kurzen Pfeilern und gerade schliessendem Chor mit zierlichemGiebel. Von den beiden Westthürmen nur einer vollendet. — Die evangel.Pfarrkirche, kleiner flachgedeckter dreischiffiger Hallenbau mit einschif-figem rechteckigem Chor. Yiergiebeliger Westthurm. XIV. Jahrh.
Daher bei Naugardt. Unbedeutende spätgoth. Hallenkirche.
Dailim bei Stettin. Unbedeutende spätgoth. Hallenkirche.
Danzig. ') Die zahlreichen Kirchen sind mit wenigen Ausnahmen ge-rade geschlossene Hallenbauten mit nur einem Westthurm. Die Pfeiler sindachteckig mit einfachem Sockel und Gesimse. Die Fenster ohne Maass-werk, die Streben meist nach innen gezogen. Vorherrschend.Stern- undNetzgewölbe. Die Schiffe haben gewöhnlich Paralleldächer und schliessenin West und Ost mit schmuckvollen Giebeln. Vergl. Liibke, im Kunstbl.1856 S. 92.
Die Barbarakirche, nach Brand von 1499. — Die einschiffigeBartholomäikirche (nach 1499) mit Kapellen zwischen den Streben.Holzdecke. Mächtiger Westthurm. (Greth a. a. O. Hft. 10. — Schultza. a. O. 2. Folge Lief. 1.) — Die 1513 gegründete Brigittenkirchemit einschiffigem nach Westen gerichtetem Chor. (Schultz a. a. O. Lief. 2.)— Die Dominicanerkirche mit einschiffigem Chor, schlank und feinausgeführt. Oestlich am südlichen Seitenschiff ein oben achteckiger Thurm.XIV. XV. Jahrhundert. — Die stattliche Johanniskirche (1460—1465)durchgängig dreischiffig und mit Querschiff. Sämmtliche Giebel reich de-corirt. Die Strebepfeiler nicht nach innen gezogen. — Der Chor der Kar-meliterkirche, begonnen 1467, mit zwei zierlichen Treppenthiirmchenam Giebel. — Die Katharinenkirche mit reichem Giebel an der Haupt-front , aus welcher sich über einer mächtigen Halle der stattliche Thurmerhebt; XV. Jahrh. (Schultz a. a. O. Lief. 1.3 u. 2. Folge. — Gretha. a. O. Hft. 9.) — Die grossartige Marienkirche 1 2 ) (gegründet 1343,nach einem vergrösserten Umbau vollendet 1400-— 1502) in nicht ganzregelmässiger Kreuzform. Das Querschiff ist im südlichen Flügel clrei-schiffig, während auf der Nordseite das östl. Nebenschiff fehlt. Zwischenden überall nach innen gezogenen Strebepfeilern sind mit einfachen Kreuz-gewölben bedeckte Kapellen eingerichtet. Ein mächtiger Thurm vor derMitte der Westfront; schlanke achteckige Thürmchen mit hohen Spitzhel-men auf den Ecken des Gebäudes. Das schlichte Aeussere mit einer Zin-nengalerie. Die Querschiffgiebel mit Spitzthürmchen. (Schultz a. a. O.Lief. 1-—3. — Detail bei Essen wein, Backsteinbau. Taf. 16 Fig. 7.) —Die Pet r i-Paul ikir ch e , über älteren Grundmauern 1424—1515 neuerbaut, mit einschiffigem Chor und dreitheiliger Vorhalle in Westen, über
1) Kanisch, Bartol., Grund-Risse u. Auff-Züge alter Kirchengebäude in derStadt Dantzig. 1695. — Schultz, J. C., Danzig u. seine Bauwerke in Original-radirnngen, mit geometr. Details u. Text. 1846—1855. 2. Folge 1856 etc. — Pas-savant, J.D., Nachrichten üb. Danzigs Kunstwerke, im Kunstbl. 1847. No. 32—34.'— Greth, Jul., Danzigs alterthüml. Bauwerke, in Zeichnungen mit Text von Rud.Gen£e. 1855 —1858..—■ Vierzehn Ansichten von Danzig, gestochen 1617, jetzt pho-togr. vervielfältigt. (Vergl. Altpreuss. Monatssehr. 1865. II. 2, 180 f.)
2) Hirsch, Th., die Oberpfarrk. von St. Marien in Danzig. 2 Bde. 1843. 1847.Mit Abbild.