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1 (1868)
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im norddeutschen Tieflande.

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düng der durchbrochenen Details des gothischen Freibaues ausgezeichnet.:v. Minutoli, Dom zu Drontheim. Tat'. 10 Fig. 51.)

Chorin bei Neustadt-Eberswalde. Ruine der wohl 1272 begonnenengrossartigen Cisterzienserkirche l ) in der Grundform des Kreuzes, theilsnoch romanisirend , theils frühgothisch ; dem Gesammtcindrueke nach in-dess im ausgebildet gothischen Stil und schwerlich vor 1350 vollendet. DerGhor ist siebenseitig aus dem Zwölfeck geschlossen; die Pfeiler des ausI 1 Bogenstellungen bestehenden Langhauses sind theils viereckig mit Ein-kehlungen auf den Ecken, theils von viereckigem Kern mit starken Halb-säulen, die durch Rundstäbchen verbunden sind, auf den vier Seiten, theilsendlich von achteckigem Kern und mit acht Halbsäulen besetzt, die auf denEcken des Achtecks durch Rundstäbchen verbunden sind. Die Fenster mitconstfuctivem Ziegelmaasswerk im edelsten Stil. Strebepfeiler theils feh-lend, theils unausgebildet. Am Westgiebel zwei Treppenthürmchen. Resteder gleichzeitigen Klostergebäude. (Adler, Bauwerke II. Bl. 67 — 69.i

Colberg. Die Marienkirche 2 ) mit fünf an Höhe wenig verschiedenenSchiffen unter einem Dache; in dem dreiseitig geschlossenen, sich dem Mit-telschiffe anschliessenden Chor treten die Streben nach innen und sind füreine umlaufende Galerie mit Durchgängen versehen; die achteckigen Arka-denpfeiler mit Halbsäulenbündeln an den vier Hauptseiten; ein dreispitzigerThurmbau mit hoher Halle vor der Mitte der Westfront. Die Kirche warim J. 1316 im Bau begriffen, das südlichste Seitenschiff schon 1379 vor-handen, das nördlichste ist erst im J. 1410 vollendet. (Kugler, Kl. Sehr.I, 709 — 12. Fig. 85 — 88.)

Cörlill unweit Colberg. Die dreiscliiffige Michaeliskirche von 1510,niedrig und klein, mit breiten Sterngewölben überspannt.

Cöslin. Die Marienkirche mit niedrigen Abseiten und achteckigen, anden Hauptseiten mit Halbsäulenbündeichen besetzten Arkadenpfeilem ; derChor von der Breite des Mittelschiffes schliesst dreiseitig; die Strebepfeilersind mit einfachen Thürmchen bekrönt. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 734Fig. 132— 135.)

Cottbus. Die dreiscliiffige Pfarr- (Ober-) Kirche um oder nach 1400;der die Westfront bildende mit Blenden verzierte, aus mehreren sich starkverjüngenden Stockwerken bestehende Thurm ist im Obergeschoss acht-eckig. (Puttrich, Denkm. II. Serie Lausitz. Bl. 8.)

Culm. Die Franciscanerkirche 1350, die Dominicanerkirchegegen 1400. — Die Pfarrkirche 3 ) (Dom), dreischiffiger Hallenbau mitgerade geschlossenem Chor von der Breite des Mittelschiffes. AchteckigePfeiler mit Eckrundstäben. Zwischen den Fialenstreben Giebeldächer überden Seitenschiffen. XIV — XV. Jahrh. Von den beiden Westthürmen nureiner vollendet, aber verstümmelt.

Culnisee unweit Thorn. Der Dom, nach Mertens um 1360 — 1370(mit zwei älteren Ostthürmen im Uebergangsstil). niedrige Hallenkirche mit

1) Brecht, P. li., Kloster Chorin, aus der Zeitschr. für Bauwesen. 1851.Sp. 65 — 76 u. Bl. 11 — 17.

2) Maass, G. W., Gesell, u. Beschreib, der Marien-Domk. zu Colberg. 1837.’— Grund- u. Aufrisse der Kirche in Wachs, J. F., Gesch. der Altstadt Colberg.

3) Seemann,!., die Culmer Pfarrkirche. 1856.