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1 (1868)
Entstehung
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597
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im norddeutschen Tieflande.

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mit schlichten viereckigen Weilern und Triforiengalerie. Die Gewölbe sindim Mittelschiffe zopfig. Von den vier Thürmen ruhen die beiden westlichenim Innern auf kräftigen Pfeilern, die unbedeutenden östlichen sind unvoll-endet. Aeusserlich hat der Chor schwere, das Schiff leichtere Strebebögen.An beide Seiten der Kirche lehnen sich zierliche spätgoth. Kapellen, östlichan den Chor die 1354 — 1301 erbaute viereckige Pogarellenkapelle. Vordem Westportal eine nach allen Seiten geöffnete rechteckige Vorhalle von1465— 1468. — Der Dom ist restaurirt. (Lübke a. a. O. Sp. 57. —Details bei Luchs a. a. O. Fig. 2. 4 — 8 a. 21—23 a.) — Die Domini-canerkirche St. Adalbert, einschiffig in Kreuzform mit etwas jüngeremlang gestrecktem Chor und südwestlich daneben stehendem zierlichemThurm. Ueber den Seitenkapellen des Chores schwere Strebebögen. (Detailsebd. Fig. 1 f. 3. 24 f.) — Die D o r o th e enk ir cb e des 1351 gestiftetenAugustinerklosters, aus drei fast gleichlangen Schiffen bestehend, in Hal-lenform mit fünfseitigem Schluss des Mittelschiffes. Die viereckigen Pfeilernehmen durch vielfache Auseckungen fast achteckige Hauptform an. lnjedem Seitenschiffjoche zwei Fenster neben einander, zwischen denen, aufeiner Console basirt, das Gewölbe in halber Sternform gegen die Pfeilerausgeht. — Die Elisabet hkirche 1 ), grossartig basilikal, mit drei gleichlangen Schiffen, deren jedes im halben Achteck geschlossen ist. Die recht-eckigen Pfeiler (Lübke a. a. O. Sp. 73) sind an den Ecken gegliedert undan den beiden Fronten mit polygonalen Vorlagen versehen. Zwischen denkurzen Oberlichtern und den niedrigen Arkaden ist die grosse Fläche derScheidmauern kahl gelassen. Das Fenstermaasswerk ist spätgothisch , unddie hohen l 7 enster des Chorhauptes sind in der Mitte quer getheilt. — Das.Langhaus , dessen östlichstes Joch durch quadratische Stellung und zumTheil grössere Masse der Pfeiler das fehlende Querhaus markirt, ist schiefan den anscheinend älteren Chor angesetzt und schliesst in Westen auffal-lend schiefwinkelig. Neben dem Westende des südlichen Seitenschiffessteht der 1452— 1458 gebaute colossale Thurm. Die Kirche (restaurirt1857 — 1859) ist an beiden Seiten zwischen den Strebepfeilern mit späte-ren Kapellen besetzt, und die Strebebögen liegen unter der Bedachung. —Die heil. Kreuzkirche 2 ), als Obergeschoss der zu ebener Erde darun-ter belegenen Bartholomäikirche, dreischiffiger Hallenbau in derGrundform des Kreuzes mit langem, dreiseitig schliessendem Chor undebenso geschlossenen, stark ausladenden Kreuzarmen. Die Unterkirche hatim Langhause eng gestellte, die Oberkirche weit gestellte Joche und mit jezwei Fenstern. Die Pfeiler beider Geschosse sind viereckig mit abgekan-teten Ecken, die der Oberkirche gegliedert; unten sind rippenlose Kreuz-,oben Sterngewölbe. Das Maasswerk der Fenster zeigt zum Theil späte,geschweifte Formen. Eine Weihung der 1288 gegründeten Kirche fand1295 statt, die Vollendung des Baues aber wohl erst im XV. Jahrhundert.Von den beiden Westthürmen ist nur der südliche vollendet. (Förster,

1) Kunisch, J. G., die St. Elisabethk. zu Breslau u. ihre Ifenkm. 1841. —Schmeidler, J. C. Herrn., die evangel. Haupt- u. Pfarrk. zu St. Elisabet. Mit4 Abbild. 1857.

2) Vergl. S. 596 Nota 2.