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1 (1868)
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Gothisehe Kirchen

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steigt cler von unten auf rechteckige Thurm mit Zinnenkranz und Pyrami-denspitze achteckig über der mit Elenden decorirten Giebelfront aus demDache der Kirche auf, die ihre gegenwärtige Gestalt erst nach Eränden von1512 und 1513 erhielt. Nördlich schliesst sich an das Ostende des Lang-hauses eine kreuzarmartige Vorhalle und an den Chor ein zweistöckigerKapellenanbau.

Belgaril bei C'örlin. Die Marienkirche mit niederen Seitenschiffen undeinschiffigem Chor. Achteckige Pfeiler mit Rundstäben in den abgestuftenEcken und einer Halbsäule an der Vorderseite. Die ehemaligen Stern-gewölbe sind im Langhause nicht mehr vorhanden. Der Westthurm bildetunten eine hohe mit dem Schiffe verbundene Halle. (Kugier, Kl. Sehr.1, 733 Eig. 131.)

Berlin. 1 ) Die (Franeiscanor-) Klosterkirche 2 3 ), gegründet 1271,aber wohl erst 1290 begonnen in dem mit niedrigen Seitenschiffen verse-henen Langhause, dessen tlieils von vier-, thcils von achteckigen, mit Halb-säulen besetzten kurzen Pfeilern getragene Arkaden noch an romanischeMotive erinnern. Der einschiffige Chor schliesst mit sieben Seiten des Zehn-ecks; und die Nische tritt deshalb über die Flucht der Seitenwände hinaus:die mit schönem Ziegelmaasswerk geschmückten Fenster zeigen einen be-reits fortgeschrittenen Stil des XIV. Jahrhunderts. Die Kirche ist poly-chromatisch rcstaurirt, und die beiden Westthürmchen sind modern.'Adler, Racksteinbauwerke. II. Bl. 71 u. 72 Fig. 5—10. — Details beiKugier, Kl. Sein - . 1, 104 ff. u. Essenwein, Racksleinbau Taf. 15 Fig. 5.— Das Innere, im Atlas zu Kugler’s Kunstgesch. Taf. 50 No. 7.) DerCapitelsaal des Klosters 1471 — 1 474, der Conventsaal 1510 — 1518. —Die beiden mittelalterlichen Pfarrkirchen der Residenz waren ursprünglichGranitgebäude, wie einzelne IJeberreste beweisen, die noch aus der Zeitvor den grossen Stadtbränden von 1377 und 1380 herrühren: die Nico-laikirche (oben S. 451), die ihre gegenwärtige Gestalt erst 1400 — 1487erhielt, hat die Hallenform,, und die Seitenschiffe bilden einen siebensei-tigen Umgang um den dreiseitigen Chorscbluss. Zwischen den zur Hälftenach innen gezogenen und oberwärts von einem Mauerumgange durch-brochenen Strebepfeilern sind unten niedrige Kapellen eingebaut. AmWestende der Südseite wurde 1152 die zweistöckige Marienkapelle mit zier-lichem Giebel 2 ) angebaut. (Essenwein a. a. O. Taf. 30 Fig. 7,u. Taf. 32Fig. 2—4.) Die Marienkirche' 1 ), in Hallenform mit einschiffigem Chor,soll s'chon 1383 wieder hergestellt gewesen sein. Die westliche Vorhalle,an der Sandsteindetails Vorkommen, mit dem (oben zopfigen) Thurm datirt

1) Nicolai, F., Beschreib, von Berlin u. Potsdam. :i Thle. UMi. — Seidel,C., die schönen Künste zu Berlin. IS2S. — Wessely, A. F., Berlin von der älte-sten bis auf die neueste Zeit. 1855. — Fidiein, die Hauptmomente aus der Gesell.Berlins. 1858. — Adler, F., die Baugeseh. von Berlin. 1861. — Schasler, Max,Beiträge zur älteren Kunstgesch. Berlins, in den Ilioskuren. JSöl. S. 371 ff.

2) Bellermann, J. Joaeh., das graue Kloster in Berlin. 3 Programme 1823— 1825.

3) Abbild, in Rep ton, Observations upon soine buildings in Prussia, in Bd. 21der Archaeologia, publ. by the soeiety of antiquaries of London. 1827.

1) Ein Grundriss bei Lübke, der Todtentanz in der Marienk. zu Berlin. 1861.