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1 (1868)
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593
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im norddeutschen Tieflande.

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(v. Quast, Denkm. Heft 4 Taf. 22 Fig. I—5.) — Die einschiffige recht-eckige Schlosskapelle, spätgothisch mit Netzgewölben.

Altkrftssow bei Pritzwalk. Schöne einschiffig rechteckige Kirche mitSterngewölben und decorirten Giebeln, vollendet 1520.

Auclam. Die Marienkirche mit drei Schiffen von gleicher Höhe;der östliche Theil, mit Ausnahme der abgeschrägten Seitenschiffe und dergeraden Schlusswand des Mittelschiffes, Umbau einer älteren Kirche streng-gothischen Stils ; die westliche Hälfte mit achteckigen Arkadenpfeilern istjünger. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 698 Fig. 60—62.) Von den beabsichtigtenbeiden Thürmen ist nur der südliche (Essenwein, Backsteinbau Taf. 10Fig. 6) vorhanden, die Stelle des nördlichen nehmen zwei Kapellen ausdem XVI. Jahrhundert ein. — Die Nicolaikirche hat drei gleich hoheSchiffe : das Hauptschiff schliesst dreiseitig, die Abseiten diagonal gestelltvierseitig über die Seitenwände vortretend; die Arkadenpfeiler sind einfachachteckig. Der Westthurm mit reichem Portal steht über einer dreifachenVorhalle. (Kallenbach, Atlas. Taf. 61. — Kugler a. a. O. S. 723 f.Fig. 115—120; Essen wein a. a. O. auf Taf. 10. 16 u. 21.)

Allgermiiude. Die Marienkirche mit gleich hohen Schiffen, XIV. undXV. Jahrh. — Die Franciscanerkirche (Magazin) mit zerstörtemGew’ölbe, XV. Jahrhundert.

Arnsberg bei Wormditt. Dorfkirche mit einem Aufbau für die Signal-glocke am Ostgiebel und mit westlich vorgelegtem Thurm , dessen Spitzeaus dem Viereck ins Achteck übergeht, (v. Quast, Denkm. Heft 4 Taf. 23Fig. 5.)

Amswallle in der Neumark. Dreischiffige Hallenkirche mit drei Paarachteckigen Pfeilern und sehr langem einschiffigem, dreiseitig geschlossenemChor. Der Thurm vor der Westfront enthält die Vorhalle, liegt aber nichtin der Axe der (restaurirten) Kirche.

Barth unweit Stralsund. Hallenkirche mit achteckigen Pfeilern undeinschiffigem, gerade schliessendem Chor. Der viergiehelige Westthurmüber einer dreifachen Vorhalle.

Baruth unweit Jüterbog. Die 1376 geweihte, thurmlose (anscheinendnur interimistisch vollendete und jetzt der Gewölbe entbehrende) Marien-kirche, in Hallenform mit schlichten achteckigen Pfeilern. Die schräg ab-geschnittenen Seitenschiffe bilden mit der geraden Ostwand des Mittelschif-fes einen dreiseitigen Schluss.

Beeskow a. d. Spree. Die Marienkirche 1 ), Hallenbau mit achteckigenPfeilern, die in dem mit siebenseitigem Umgänge schliessenden Chor eng,im Langhause weitläufig gestellt sind. An die Südseite des letzteren schliesstsich noch ein zweites, niedrigeres Seitenschiff, welches jedoch jetzt mit un-ter dem gemeinsamen Dache liegt, so dass die (jetzt vermauerten) kleinenund hochgestellten Oberlichter auf dem Dachboden befindlich sind. DasMittelschiff hat Sterngewölbe , die übrigen Schiffe einfache Kreuzgewölbe,und die Rippen sind aus gewöhnlichen Mauerziegeln construirt. Westlich

]’ Ziethe, \V., die Liebfrauenk. zu Beeskow u. ihre Gesell. 1853. — Zeich-nung von der Kirche und dem Thurme zu Beeskow, aufgenommen von W.Emmich.Ein lithogr. Blatt o. J.