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1 (1868)
Entstehung
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im norddeutschen Tieflande.

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und geschmackvoll in Formsteinen gegliedert, haben in der Regelkeine decorative Füllung; die Rundpfosten kreuzen sich im Bogen-felde in einfachen Linien (Fig. 234), oder stossengar, die verticale Aufsteigung beibehaltend, an denDeckbogen an. Als sehr unschön ist die an der imXV. Jahrhundert erbauten Marienkirche zu Stral-sund und an dem Mittelschiff des Doms zu Schwe-rin vorkommende Weise zu bezeichnen, wo dieFenster des Hauptschiffes mit flachen Spitzbögengedeckt sind, deren Schenkel mit der Seiten Wan-dung einen Winkel bilden. Die Strebepfeiler fin-den sich häufig nach innen gezogen, oder es sindkleine, niedrige, rechteckige Kapellen zwischenhineingebaut; Strebebögen, in Deutschland über-hauptschon selten, sind es noch mehr im Gebiete des Ziegelbaues;sie kommen nur bei obigen hanseatischen Kirchen (an der Marien-kirche zu Lübeck, am Dom in Schwerin, an der Nicolaikirche in Stral-sund, Marienkirche, Nicolaikirche und Georgskirche in Wismar , so-wie mehrfach in Schlesien vor, können aber in mehreren Fällen eineplumpe Massenhaftigkeit nicht verläugnen. Das Aeussere der Back-steinkirche, des bildnerischen Schmuckes fast gänzlich ermangelnd,ist um so schlichter, als in der Mehrzahl der Fälle Schiffe von gleicherHöhe von einem gemeinsamen hohen Dache bedeckt sind (doch herrschtin den Hansestädten an der Ostsee das hohe Mittelschiff mit niederenSeitenschiffen vor, welche Anordnung auch anderwärts theilweise wie-derkehrt), und ein Fries (aus gebrochenen Spitzbögen, Rauten, Roset-ten etc.), unter dem Kranzgesims hinlaufend, bildet oft die einzigeZierde; dagegen erscheinen die Giebel und Thurmwände häufig mitBlenden und aufliegendem Maasswerk in eigenthümlicher Weise ge-schmückt. Gemeiniglich ist nur ein AVestthurm, dessen Viereck seltenin das Achteck umsetzt, angeordnet: er imponirt höchstens durch seineMasse und zahlreiche Blendenreiheu bilden die in der Ferne verschwin-dende, nüchterne Dccoration. Doch finden sich in der Mark und inMeklenburg an den Marienkirchen von Frenzlau (oben Fig. 232), Neu-Brandenburg und Königsberg i. d. N. und an der Katharinenkirche vonBrandenburg Beispiele für die glücklichste Nachbildung der sonst nurdem Flausteinbau eigenen Formbildungen zur reichsten Ausschmückungdes Aeusseren, welchen sich in Pommern die Marienkirche zu Star-gard, in Preussen etwa die Neustädter Jacobikirche von Thorn inebenfalls gelungener Weise anschliessen. — Im Ordensland Preussen,