in tlen Rheinlanden.
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des nördlichen, zu An fange des XVI. Jahrli. überwölbten und verglastenSeitenschiffes war am wenigsten gethan, als um diese /eit der Bau völligins Stocken gerieth. Der allein ganz vollendete Chor war schon frühzeitignach Westen zu durch eine unten l' dicke interimistische Giebelmauer (be-seitigt 1803) geschlossen worden, und auch auf der Süd- und Nordseitedes Chores waren am Querschiffe Abschlussmauern (fortgenommen 1848)errichtet. ■— Es lässt sich an dem Chore eine dreifache Entfaltung des goth.Baustiles nach weisen : Erstes Stadium: Die untere Hälfte des Choresbis dahin, wo das Mittelschiff sich über die Nebenräume erhebt. ZweitesStadium: Der obere Th eil des Mittelschiffes im Chor. Drittes Sta-dium: Das System von Strebe-Thürmen und Bögen, die sich überdenSeitenräumen des Chores erheben, zu deren ursprünglich nicht in dieserWeise beabsichtigten Anlage man bereits fertige Theile verändern und schonvorhandenen bildnerischen Schmuck theilweise wieder zerstören musste. —Der Dom von Cöln ist mit liecht als das höchste Wunderwerk der christ-lichen Baukunst zu preisen : denn, obgleich bei der ersten Anlage nord-französische Vorbilder stark benutzt wurden (s. oben S. 471), so ist dochbei der allmählichen Ausbildung des ursprünglichen Planes das Princip desgoth. Baustiles, wie nirgend anderswo, mit cler genialsten Consequenzbis zur Verkörperung des Ideals entwickelt worden, wie dies namentlichvon den etwa aus der Mitte des XIV. Jahrli. herrührenden Originalzeich-nungen der Thürme (oben S. 2S) anzuerkennen ist. Kleine Inconvenienzen.z. B. die Verdeckung der westlichsten Fenster des Langhauses bis zurHälfte ihrer Breite durch den riesigen Unterbau cler Thürme, die Zusam-menpressung des Zwischenbaues zwischen letzteren etc. können nicht inBetracht kommen. Bedauerlich bleibt allein die Wahl eines Bausteines(Traehyt vom Draehcnfelsen), welcher zwar von schöner graugrünlicherFarbe, aber leider mit unzähligen Stückchen eines leicht verwitterndenFeldspaths durchwachsen ist, was, zumal bei cler traurigen Vernachlässigungdes Gebäudes im vorigen und zu Anfang dieses Jahrhunderts, den lluineinzelner Theile des Riesenbaues zur Folge hatte, dem indess durch eineschwierige Reparatur (1824 — 1842) auf lange Zeit glücklich abgeholfenworden ist. In den nun folgenden 21 Jahren wurde nach dem grossen Ge-danken Königs Friedrich Wilhelm IV. der Vollendungsbau des ganzenDomes (mit einem Kostenaufwandc von 2,220,000 Thalcrn) aus Staats-mitteln und aus freiwilligen Beiträgen deutscher und fremder Fürsten unddes katholischen und evangelischen Volkes von ganz Deutschland verwirk-licht. Die Weihe fand am 15. October 1803 statt; die Thürme hofft manim nächsten Decennium zu vollenden. (Gailhabaucl, Denkm. Bd. 3No. 3. — Kallenbach, Atlas. Taf. 30. 39—11. 50. — Guhl undCaspar, Denkm. Taf. 54«. h. c. ■ — Springer, Baukunst. Taf. IS. 21.23 f. — Förster, Denkm. 7, 47—08 und 7 Taf. — Photographien vonMichiels, oben S. 270. — Details u. A. bei Grueber, Vcrgl. Samml.I. Taf. 9. II. Taf. 23 f. und 31. — Statz und Ungc w i 11 er, Muster-buch 45 f. und 03. •— Vergl. oben S. 5t Fig. 21. S. 481 Fig. 212. S. 4S5und 4 80 Fig. 213. 210. 217.)
St. Columba, s. oben S. 325. — Kreuzgang und Dormiforium derzerstörten J o h a n n i t c r k i r eh e 1483—1490. — Der spälgoth. Kreuz-
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