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1 (1868)
Entstehung
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496
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Gothische Kirchen

gang der ehemal. Kartliause (Lazaretli). — Die 1260 geweihte, einfachfrtthgoth. Minoritenkirche ') mit hasilikalem Schiff und einschiffigemChor. Rundpfeiler mit vier Halbsäulen und meist schlichten Capitälen.Die Strebepfeiler der Seitenschiffe entwickeln sich erst aus den unten stär-keren Mauern und senden Strebebögen gegen den Hochbau. (Kuglera. a. O. S. 233. — Essen wein, in den Mitth. der k. k. Central-Comm.3, 68.) Der Kreuzgang mit Holzdecke und Flachbogenfenstern. (Kuglera. a. O. S. 238.) — St. Peter, 2 3 4 ) eine 1524 begonnene basilikale Kirchemit Emporen über den Seitenschiffen; viereckige, an den Ecken ausge-kehlte Pfeiler. — Kathhauska pelle, geweiht 1426, mit zierlichemDachreiter. (Zeitschr. für Bauwesen. 1857. Taf. 1.) — Das basilikaleLanghaus, der Ohorscliluss und der obere Theil der östlichen Thiirme vonSt. Severin aus dem XIV. Jahrh. ; die Pfeiler rund mit vier starken undvier schwachen Gurtträgern. Der Westthurm, im niederrheinischen Ge-schmack aus Ziegeln, 1364—1411. Der Kreuzgang, ebenfalls aus demXIV. Jahrh. :! )

Conxtaiiz. 1 ) Uebcr den Dom s. oben S. 327. Der Kreuzgang unddie anstossenden Säle, bis um 14SO. Die frühgotli. polygone Heil. Grab-kapelle in der runden, mit gerade geschlossenem Chor versehenen Moritz-kapelle. — Die Ruine der einfach frühgoth. Dominicanerkirche vonbasilikaler Anlage mit gerade geschlossenem Chor und Holzdecke; diePfeiler rund mit achteckigen Capitälen. — Die Stephanskirche, 1428bis 1486, einfach, mit Holzdecke; achteckige Pfeiler mit schlichten Ca-pitälen .

Dies a. d. Mosel. Die kurz vor 1458 erbaute Hospitalkirche, in wel-cher das Gewölbe des quadratischen Schiffes auf einer Mittelsäule ruht.(Schmidt, Baudenkm. in Trier. Lief. 3. Taf. 10.)

Duisburg. Die einschiffige Minoritenkirche mit unsymmetrischangesetztem Chor; die Strebepfeiler entwickeln sich aus den unten stär-keren Mauern und sind meist nach innen gezogen ; die zweitheiligen Fensterim Bogenfelde mit einfachem Steinring. (Un ge w i tter, Lehrbuch Taf. 20Fig. 551 f.) — Die S al va t o rkir eh e (Backstein mit Hausteindetails undTuff stein-Verblendungen), 1415—1507, reiche basilikale Anlage mit nichtausladendem, giebellosem Querschiff'und drei Chören. Rechteckige, abge-kantete Pfeiler mit zwei Diensten an den Frontseiten. Restaurirt. Vergl.Lotz 1, 188.

Diirkliciill. Die dreisehiffig basilikale Hauptkirche mit Kreismaasswerkin den Fenstern und schwerem Südportal.

Eili ger bei Cochem. Spätgothische zweischiffige Hallenkirche mit zweiRundpfeilern; Giebeldächer.

1) Braun, J. \V. J., das Minoritenkloster u. das neue Museum. 1802. Vergl.Organ für christl. Kunst. IS02. S. 150.

2) Hering, F. E. v. , die Peterskirche u. die Ciicilienkirche in Cöln a. Rh.(1834). 2. Aufl. 1830.

3) Der Kreuzgang von St. Severin in Cöln, nebst Ansicht desselben u. der Kirche,im Organ für christl. Kunst. IS02. No. I.

4) Ansichten der goth. Kirchen bei Bergmann, J., Samml. der vorzüglichstenMerkwürdigkeiten des Grossherzogth. Baden. 1825.