Baustil.
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es gehen doch den ganzen Zeitraum hindurch zwei Bauweisen nebeneinander, eine reichere und eine einfache, welche letztere auch in derBlüthezeit der Gothik strengere, schmucklose Formen beibehält und inder Spätzeit in Trockenheit ausartet, während erstere in spielenderDecoration ihre Endschaft erreicht.
Die schmucklose einfache Bauweise, principiell von den Cisterzicn-sern (Chor in Marienstadt 1221 — 1230) und den Bettelorden (Minoriten-kirche in Cöln, geweiht 1200; Dominicanerkirche in ltcgensburg 1271bis 1277) ausgehend, wurde überall da befolgt., wo nur bescheideneGeldmittel vorhanden waren, oder wo der durch das Material der Ziegelbedingte Geschmack es verlangte.
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Fig. lüü. Klosterkirche zu Nienburg a. d. S. (nach Puttrich).
99. Frühgo thischer Stil (XIII. Jahrhundert): Strengeinden noch schweren Formen mit romanischen Beminiscenzen undernstes Ebenmaass der Theile. Vergl. Fig. 199 — 211.
Die Grundform der grösseren Kirchen ist das Kreuz mit dreiseitigem,fünfseitigem, selten siebenseitigem oder rechteckigem Chorschluss, denin mehreren Fällen ein Kapellenkranz umzieht.
Fig. 200.? Nienburg (nach Pultricb).