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1 (1868)
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Gothischcr

l'ig. 201. Elisabethkirche zu Marburg (nach Möller).

Eia. 202.

Maadebui

An die Pfeiler von rundem Kern uncl mit vieleckigem Basamentreihen sich vier Dreiviertelsäulen als Gurtträger, deren Kelchcapitäle zu-weilen dicht mit Blattwerk geschmückt sind, welches sich friesartig auchum den Hauptstamm des Säulenbündels zieht. — Pfeilervon viereckigem Kern sind eine selten vorkommende roma-nische Reminiscenz. — In dem aus dem XIII. Jahrh. her-rührenden Theile der Dome von G'öln und Halberstadtscheinen entweder die Pfeiler ursprünglich auch nur aufvier Gurtträger (wie in St. Elisabeth zu Marburg und inNienburg) entworfen gewesen zu sein, indem die zwischendenselben angebrachten feineren Säulchen nicht im Ver-bände mit dem Pfeilerstamme stehen, sondern demselben nur angelehntsind ; oder, was wahrscheinlicher ist, es beruhte dies lediglich auf einernoch unvollkommenen Technik, da im östlichen Theile desLanghauses vom Dome zu Magdeburg sich dieselbe Erschei-nung wiederholt. — Die Gurte der einfachen Kreuzgewölbesind entweder noch Ilundstäbe oder haben theilweise geradlinigeProfile. ■—Die Strebepfeiler, schwer und massig, sind mitGiebeldächern bedeckt, die Strebebögen, wo sic Vorkommen,ohne Gliederung und eigentlich unterwölbte Strebemauern. Charakteristischist die Anordnung an den rechtwinkligen Ecken der Fronten,wo gewöhnlich zwei Strebepfeiler rechtwinkelig neben einanderZf stehen, während selten nur einer vorkommt, welcher dann in dieEig. 21)4. Diagonale gestellt ist. — Die Fenster, mit Halbsäulen an den

Fig. 20».

Ilalbcrstailt.