im norddeutschen Tieflande.
453
Gruppen; am Südgiebel des Querschiffes ein reiches Portal im spätroman.Geschmack (das einzige der Gattung in Pommern), dessen Säulen aus gla-sirten Ziegeln mit Stuckornamenten bestehen. Die Sacristei an der Nord-seite des Chores mit geschmackvoller Säulenthür ist eine Kapelle mit inner-lich runder, äusserlich dreiseitiger Apsis, im Uebergangsstil. (Kugler,Kl. Sehr. 1, 678 — 688.) Die Kirche ist seit 1846 restaurirt und mit einemschlank aufsteigenden Thurmbau versehen worden. Vergl. Zeitschr. fürBauwesen 1851. Sp. 101.
Colllillz in Hinterpommern. Die Cisterzienserkirche, eine verstümmelteund profanirte ehemalige Pfeilerbasilika mit abseitenartigen Kapellen ander Ostseite der Kreuzarme, enthält bedeutsame Uebcrreste im Ueber-gangsstil. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 669 — 678, vergl. D. Kunstbl. 1850.S. 140.)
Crilincsse bei Lübeck. Die Kirche, Hallenbau mit zweischiffigem Lang-hause, rechteckigem Chor und Westtliurm, im Uebergangsstil. Die Pfeilerbestehen aus acht Halbsäulen; die schmalen mit Säulchen eingefasstenFenster in der Schlusswand des Chores zu dreien in pyramidaler Gruppe.Vergl. Lotz 1, 151.
Ctllltisec unweit Thorn. Die kleinen Thürine am Ostende der Seiten-schiffe des 1251 gegründeten Domes mit Lisenen und Rundbogenfries.
Dambech bei Salzwedel. Die einschiffige flach gedeckte Nonnenkirchemit grosser Apsis, im Uebergangsstil; Westthurm jünger. (Adler I. aufTaf. 31.)
Daillingartüll bei Ribnitz in Pommern. Die verbaute einschiffige Kirchemit quadratischem Chor und mit einem mehrfach geradlinig gebrochenenFries unter dem Dache. (Kugler , Kl. Sehr. 1, 695.)
Dargllil bei Demmin. Das wüst liegende Schiff der Cisterzienserkircheim Uebergangsstil 1219 ; 1237 —1211. Die niedrigen Gewölbe ruhen aufBündeldiensten. Vergl. Lotz 1, 159.
Dassow unweit Lübeck. Das flach gedeckte Schiff der Kirche von Gra-nit; die grossen Spitzbogenfenster mit Backsteinpfosten. Der viereckigeChor von Ziegeln, über Eckdiensten mit Laubcapitälen von Thon einge-wölbt; äusserlich noch mit Rundbogenfries.
Diesdorf unweit Salzwedel. Die Kirche des Augustiner-Doppelklosters,eine gewölbte Pfeilerbasilika mit Chorapsis , zwei Nebenapsiden an denKreuzarmen und der Anlage zweier Westth(irme. Die ältesten Theile, Chorund Querschiff, (um 1157 — 1 161) sind noch ohne Gewölbe ; im nördlichenKreuzarmc eine Nonnenempore , welche auf Gratgewölben über vier- undachteckig oder säulenartig gebildeten Pfeilern ruht und im XIV. Jahrli.durch einen Anbau nach aussen erweitert ist. Das Langhaus ist etwasjünger: die abgetreppten Arkaden- und Gurtbögen der rippenlosen Ge-wölbe in Doppeljochen werden von Halbsäulenvorlagen der Pleiler getragen.Im nördlichen Seitenschiff eine später eingebaute heilige Grabkapelle. Einreiches Portal am südlichen Kreuzarm. Aeusserlich Lisenen, Bogenlrieseund deutsche Bänder. (Adler I, 49 —52 und Taf. 29.) Die Klostergebäudeim Uebergangsstil sind erst neuerlich grösstentheils zerstört.
Döbbersen bei Wittenburg. Die Kirche, einschiffig und überwölbt, imUebergangsstil.