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1 (1868)
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449
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im norddeutschen Tieflande.

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Die ältesten, noch aus der Zeit uin die Mitte des XII. Jahrh. her-rührenden Bauwerke sind in der Altmark Brandenburg, wo Hil-lersleben, Wolmirstädt und Leizkau in der Zauche die Grenze desHausteinbaues bilden, zu suchen, während in den übrigen Marken undauf dem Fläming der Denkmalbau höchstens bis in das letzte Vierteldes genannten Jahrhunderts hinäufreicht. In Niedersachsenbildet eine Linie nördlich von Braunschweig über Hannover, Neustadtam Kübenberge bis Verden, bestimmt durch den südlich von derselbengelegenen Gebirgszug, die Grenze des Ziegelbaues; doch sind in demrein deutschen Gebiete Niedersachsens, von den Grenzen der Altmarkbis zu den Niederlanden hin nur wenige Denkmale des romanischenund Uebergangsstiles im Ziegelbau nachgewiesen. Auch westlich vonder Weser, im Oldenburgischen, finden sich nur wenige Spuren, undmeist gemischt mit Haustein, der in den älteren Monumenten vor-herrscht und auf der "Weser und ihren Nebenflüssen vom Oberlandeher eingeführt wurde.In den Nord-albingischen Herzogthü-mern scheint bei den ältesten, vielleicht bis ins XI Jahrh. hinaufrei-chenden Denkmalbauten der rheinländische, zu Schiffe eingeführteTuff (s. oben S. 27) zur Anwendung gekommen zu sein; später findetsich Backstein und Granit, letzterer auch mit Ziegeldetails. Eigen-thümlich ist bei einigen Dorfkirchen die Anlage eines runden IVest-thunnes, und selbst das Beispiel eines Doppelthunnes (Broacker) wirdangetroffen. In Meklenburg ist das ganze Land mit stilgemässen,meist einschiffig rechteckigen und oft zierlich decorirten Backstein-kirchen des XIII. Jahrh. förmlich übersäet, welche sich namentlich in

gesprochen; seitdem hat Lübke (Mittheil, der k. k. Central-Comm. [1861)]. 5, 135)das Vorkommen des Trapezcapitäls in der bis ins XI. Jahrh. hinaufreichenden KircheS. Lorenzo in Verona nachgewiesen und gefunden, dass die Art der Verputzung derVertiefungen zwischen den sich durchkreuzenden Schenkeln des Bogenfrieses (derselbst in ltom an dem Ziegelbau des Querschiffes von St. Johann im Lateran, Abbild,in den Annales archdol. 15, 56, erscheint) an den lombardischen Backsteinbautengleichfalls vorkommt. Hie Erfindung dieser Typen in dem italienischen Locale kannwohl nicht bezweifelt werden. L)ie Uebertragung aus Dänemark (vcrgl. über dendortigen Ziegelbau: [Worsaae, J. A.], Ivongegravene i llingsted Kirke. Kjöbenhavn1858), die schon Ivugler (Kunstgosch. 2. Aufi. S. 5611) für wahrscheinlich gehaltenhat, konnte sehr wohl vermittelt sein durch Erzb. Ilartwig von Bremen, aus deinGrafenhause Stade, einen Mitstifter von Jerichow. Dagegen hat Adler (die nieder-ländischen Kolonien in der Mark Brandenburg; Separatabdruck aus: Mark. Forsch.Bd. VII.), zwar aus guten Gründen die Uebertragung des märkischen Backsteinbauesaus Holland und vom Niederrhein nachzuweisen versucht, ohne jedoch auch nur einBeispiel ven dem Vorkommen des specifischen Trapezcapitäls in jenem Locale beige-bracht zu haben. Die Uebertragung der vollendeten B a c ks t ein f abr ica t i on alssolcher (s. oben S. 33) durch die niederländischen Colonisten kann dessenungeachtetals gesichert angenommen werden. Uebrigens findet sich an den Ziegelhauten (z. B.in Jüterbog und Dobrilug) auch das gewöhnliche abgerundete Würfelcapitäl, zuweilenselbst neben dem trapezförmigen.