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1 (1868)
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Romanische Kirchen

den kleinen Städten und auf dem Lande (besonders in dem häufig ge-rade geschlossenen Chorraum mit Lanzettfenstern] noch unveränderterhalten haben. ') — In P o m m e r n und auf Lüge n datiren vielleichteinige wenige Ueberreste (Granit und Ziegel) noch von dem Ende desXII. Jahrb., während im Ordensland Preussen vor dem drittenJahrzehnt des XIII. Jahrh. kein Denkmalbau vorkommt. Nicht vielmehr ist in Schlesien zu finden, wo übrigens in den Gebirgsge-genden der Steinbau üblich ist, und die Details der Ziegelbauten über-haupt meist aus Haustein bestehen. — Ueber die Holzbauten in Ober-schlesien etc. s. oben S. 25 f.

Vergl. V. Quast, im I). Ivunstbl. U50. No. 29 ff. ; auch in der Zeitschr.

für Archäol. u. Kunst ], 271 ff. — Schnaase, Kunstgesch. 5, 39,‘1—-108._

Kugler, Gesch. der Baukunst 2, 549—5.07, ■— Lübke, Gesell, der Archi-tektur S. 400—101.

Attenkirchen auf Rügen. Der mit grosser Apsis versehene romanischeAltarraum der Kirche, einer Pfeilerbasilika ohne Querhaus und Thurm,deren spätgothisch ’ überwölbtes Schiff im schweren Uebergangsstil gebautist.. (Kugler, Kl. Sehr. 1, 660 f.)

Altenkrenipe bei Neustadt a. d. Ostsee. Die Kirche, eine gewölbtePfeilerbasilika mit flachrunder Apsis, ohne Querschiff, mit Westthurm überdem Ende des Mittelschiffes, im Uebergangsstil. Die abgetreppten Haupt-pfeiler des Langhauses sind mit Halbsäulen besetzt, die Zwischenpfeiler' imVierblatt mit Ecksäulchen, Alle drei Schiffe jetzt leider unter einem Dache.Vergl. L o t z 1, 4 -1.

Alt-Kalen bei Gnoien. Einschiffige gerade geschlossene Kirche, zier-licher gewölbter Ziegelbau im Uebergangsstil. Aeusserlich Lisenen undRundbogenfriese. Gothischer Westthurm.

Alt-Gaarz in Meldenburg. Dreischiffige .Gewölbekirche mit quadrat.Chor und Westthurm ; Uebergangsstil.

Aremlsee in der Altmark. Die Iienedictiner-Nonnenkirche, der ältestemärkische Gewölbebau : eine rundbogige Pfeilerbasilika mit Chorapsis undzwei Nebenapsiden an den Kreuzarmen, ohne Thurm; nach v. Quastnach 1184. Einfach viereckige Arkadenpfeiler; im Mittelschiff' kuppel-artige. in- den Seitenschiffen Tonnengewölbe mit Stichkappen. Ueber demOstende des siidl. Seitenschiffes, eine Nonnenempore. Die Kirche neuerlichrestaurirt. (Adler I, 17 — 49 und Taf. 20—28.)

Arneburg bei Stendal. Die Georgenkirche, flach gedeckter Granitbauin einschiffiger Kreuzform.

I) Lisch (Zeitschr. für Bauwesen. 1852. Sp. 313) schätzt die Zahl der in Mek-lenburg-Sclnverin überhaupt vorhandenen Backsteinkirchen auf etwa 200 ; leider fehltes gänzlich an Abbildungen und zum Theil auch au widerspruchslosen Beschrei-bungen. — Vergl. Jahresbericht des Vereins für Meklenb. Gesell, u. Alterthumsk.VII, (Hl ff.; VIII, 102 ff. — Lisch, Jahrbücher 10, 30S ff. ; I 2, 460 ff. — D. C. W.,"Uebersicht über die kirchl. Denkm. mittelalterl. Kunst in Meklenburg, ebd. in Bd. 20(1SU4).