Baustil.
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wo dieselben wahrscheinlich schon im VII., sicher datirt seit dem IX.Jahrhundert in voller Anwendung waren, und die Kreuzfahrer und Pilgeran den arabischen Bauwerken damit bekannt wurden. — Im Innern derGebäude empfahl sich der Spitzbogen, zumal für die üblicher gewordenelleckenwölbung besonders aus constructiven Rücksichten. Denn währendder Rundbogen, weil er ein bestimmtes Höhenverhältniss seiner Trägerverlangt und überdies bei stärkerem Schube auch stärkere Widerlagenerforderlich macht, oft unbequem erscheinen musste, so erlaubt derSpitzbogen eine beliebige Veränderung seiner Grundlinie, ohne dadurchauf die Höhe der Träger zurückzuwirken, und nimmt bei beträchtlichgeringerem Seitenschub auch mit schwächeren Widerlagen fürlieb. Alssolche wurden besonders zur Sicherstellung des Hochbaues Strebepfeilerüblich, und Strebewände, die man unterwölbte (Strebebögen) und an-fangs unter der Bedachung der Seitenschiffe zu verbergen suchte. Dabeivermied man, um die Streben nicht vermehren zu müssen, immer nochdie Einführung halbquadratischer Gewölbejoche, und behielt zwar die
I-’ig. 167. Gtundriss des Domes zu Limburg a. d. L. (nach Möller).
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quadratischen Doppeljoche bei, theilte indess, was in Frankreich schonhundert Jahre früher geschah, das Kreuzgewölbe durch einen mittlerenHilfsgurt, der über den Zwischenpfeilern auf einem cylindrischen Gurt-träger basirt wurde, in zwei rechteckige Hälften, wodurch sechs Dreieckeentstanden : zwei grosse in der Längenaxe des Schiffes und vier halb sogrosse zwischen den Saigmauern; vergl. Fig. 162 und 167. Aus derAnordnung der Hilfsgurtträger entwickelte sich die Manier, die Gewölbe-dienste tlieilweise nicht vom Fussboden aus aufzuführen, sondern die-selben erst in einer gewissen Höhe auf Consolen zu basiren. ') Die
1) Essenwein, A., das Princip der Vorkragung in der mittelalterl. Baukunst,in den Mittheil, der k. k. Central-Comm. etc. (lbül) ü, S1 ff.