Baustil.
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Sockel herab und theilen die Wandflächen in vertiefte, länglicheFelder, welche oben stets von einem aus aneinandergereihten kleinenRundbögen bestehenden Friese begränzt sind; Fig. 147. Letzteres istauch an den Giebelseiten (Fig. 148) der Fall, wo der Rundbogenfriesdie Grundlinie bildet für das rechtwinkelige Giebeldreieck, welchesin der Mitte gewöhnlich mit einem oft runden, selten viereckigen überEck gestellten Fenster versehen zu sein pflegt. — Die Apsiden bildenstets deutlich gesonderte Vorlagen unter einem besonderen Walmdache.
Die grosse Schlichtheit eines Gebäudes, die ja auch durch andereUmstände (z. B. durch das Material; s. S. 27 Anmerk. 1) bedingt seinkann, ist selbstverständlich nicht immer ein Beweis für das höhere Alterdesselben; dagegen spricht die Ueberladung mit zu vielem Detail, diezuweilen an rheinischen Beispielen (St. Quirin zu Neuss etc.) vorkommt,unbedingt für den Ausgang der Periode im XIII. Jahrhundert. — Anden wenigen in ursprünglicher Gestalt erhaltenen frühromanischen Restenerscheint das Aeussere fast ohne allen Schmuck : allenfalls sind Pilasterangeordnet, die entweder (wie am Altarhause der Gereonskirche zu Cöln[Fig. 149] und des Münsters zu Bonn) durch grosse Blendbögen ver-bunden sind, oder (wie an denApsiden zu Gernrode und Hersfeld)vom Sockel zu einem Gurtgesimsaufsteigen, über welchem (wie inGernrode) kurze Wandsäulchen dasDachgesims tragen, oder (wie inHersfeld) ein Kranz kleiner Flach-nischen angebracht ist. Eine (ähn-liche Pilasterdecoration mit Einthei-lung der Stockwerke durch Schmie-gengesimse zeigen auch die altenRundthürme am Ostchore des Domesvon Mainz und die Tliürme zu Gern-rode, wo jedoch die enger gestelltenWandpfeiler giebelartig oder rundbogig unter einander verbunden sind.An allen diesen Gebäuden findet sich noch keine Spur von Lisenenund Bogenfriesen, die sogar noch am Dome zu Speier gänzlich fehlen.Der erste Versuch eines Bogenfrieses (zwischen Pilastern und unter densich um diese verkröpfenden Schmiegengesimsen auf Consölchen ruhend)findet sich an den alten westlichen Theilen von St. Pantaleon in Cöln ;Lisenen und Rundbogenfriese aber erscheinen in einem sicheren Bei-spiele zum ersten Male am Querschiffe und an den Nebenapsiden derAbteikirche zu Limburg a. d. H. von 104 2, um an allen späteren deutsch-romanischen Bauten (wie in Italien) regelmässig wiederzukehren, undman darf diesen Schmuck wohl als eine Abbreviatur jener früheren Wand-arkaden betrachten, die, von Halbsäulen getragen, besonders an denApsiden die ganze Periode hindurch angeordnet wurden. Das Motiv desRundbogenfrieses (Fig. 150) , der vüe am Obergaden zu Paulinzelle
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Fig 1 . 149. "Wandaikaden von St. Gei'eon zu Cöln(uach v. Quast).