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1 (1868)
Entstehung
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Romanischer

später zuweilen ein halbes Achteck oder Zelmeck bildend; die kleinenNischen (z) an den Kreuzarmen dürfen nicht fehlen. Der Chor istbedeutend über dem Fussboden des Schiffes erhöht, und eine Kryptabefindet sich darunter. Die Vierung wird von vier hohen Schwibbögenbegrenzt.

Offenbar liegt dem ganzen Entwürfe die Gestalt des lateinischenKreuzes zu Grunde, aber das von Stieglitz (Beiträge 2, 49) aufgestelltePrincip von der Construction des Grundplanes naeli dem Netze des Wür-fels , obgleich es als Princip schon wegen der Verlängerung des Schiffes(die bei den Cisterziensern noch bedeutender zu sein pflegt) verwerflichist, dient doch zur schnellen Veranschaulichung. Vergl. übrigens obenS. 36. Anmerkung und S. 48 zu § 21.

Anmerkung. Kleine einschiffige Kirchen zeigen eine strenge Drei-fheilung des Raumes : in Apsis, Chor und Schiff, welches letztere etwasbreiter ist; an einen etwaigen späteren Anbau desselben wird in den we-nigsten Fällen gedacht werden dürfen. Zuweilen fällt die Apsisweg, und der östliche Schluss ist rechtwinklig (z. B. in der Prieg-nitz und Ukermark) ; ein Thurm fehlt entweder ganz, oder ist aufder Westseite quadratisch, auch rechteckig in der ganzen Breitedes Schiffes (am Harz, bei Halle a. d. S., zuweilen in der Alt-mark und in der Mark Brandenburg), selbst breiter als letzteres(häufig in der Altmark) vorgelegt. Anderweitig ist der Thurmüber dem Chorquadrate angeordnet (mehrfach im südlichenDeutschland, auch in der Altmark) ; vergl. oben S. 59 f. Doppel-thürrne sind bei den Landkirchen sehr selten (oben S. 55 unter c). kommenjedoch vereinzelt vor: zuLugau bei Dobrilug, zu Ihlo bei Dahme, zuBroacker bei Flensburg. Die Anlage einer Krypta fehlt stets.

Fig. 125.

69. Im Aufbau zeigen die romanischen Kirchen regelmässig dieBasilikenform, d. h. das Mittelschiff ist von den halb so hohen Seiten-schiffen durch Bogenreihen geschieden, über welchen die Seitenmauerndes Langhauses aufsteigen. Die Scheidbögen (Ar-kaden) zwischen den Schiffen werden entweder vonSäulen oder von Pfeilern getragen. Auch kommt esin einigen Gegenden vor, dass Säulen und Pfeilerregelmässig mit einander wechseln, und zwar zu-weilen in der Weise, dass die Pfeiler unter sichdurch höhere Blendbögen verbunden sind und diedazwischen stehenden Säulen durch niedrigere offene Bögen, worauseine glücklich abgerundete belebende Gruppirung entstand. Vergl.Fig. 126 und 146.

Fig. 126. Bogenstellunzu llsenburg.

Säulenbasiliken, an sich die ursprüngliche Form, sind imAllgemeinen selten, haben sich jedoch gerade aus der älteren Zeit häu-figer erhalten : Limburg a. d. Hardt, St. Justinus zu Plöchst, St. Georg