Baustil.
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zu Cöln, St. Jacob zu Bamberg, Moritzberg bei Hildesheim — aus demXI. Jahrhundert; Dom zu Constanz und mehrere kleinere Kirchen inSchwaben, Schottenkirche zu Regensburg, Klosterkirche zu Hersfeld>1037 —1144), Paulinzelle, Idamersleben und Jerichow — ans dem XII.bis XIII. Jahrhundert.
Pf eil erbasilikcn kommen mindestens seit dem XI. Jahrhun-dert vor (Dome zu Mainz, Augsburg und Bremen, Maria auf dem Capitolin Cöln etc.) und bilden die übergrosse Mehrzahl, da man die Errichtungvon einfach viereckigen Pfeilern wegen der grösseren Solidität und er-heblich leichteren Ausführung vorzog, und die Säulen für den im XII.Jahrhundert aufkommenden Gewölbebau überdiess ganz ungeeignetwaren.
Bei den Basiliken mit regelmässigem Wechsel von Pfeilernund Säulen, die nur provinziell, besonders in Niedersachsen, Vor-kommen, erscheinen erstere immer als die Hauptstützen, nicht nur,wenn, wie in Gernrode, zwischen zwei Pfeilern je eine Säule angeordnetist, und wenn diese Gruppen, wie in Echternach im Trierschen und öfteram Harz, durch höhere Blendbögen zusammengefasst sind, sondern auchdann, wenn zwischen jedem Pfeilerpaare, wie in mehreren PlildesheimerKirchen und in der Stiftskirche zu Quedlinburg, je zwei Säulen stehen,da die Entfernung der Pfeiler von einander gewöhnlich der Breite desMittelschiffes entspricht, welches daher durch die Pfeilerstellungen inseine regelrechten Quadrate getheilt erscheint.
In den Krypten ist die Scheidung der Schiffe durch Säulen die ge-wöhnlichere : der Stützen Wechsel findet sich nur in der Krypta des Wi-pertiklosters zu Quedlinburg.
Anmerkung 1. Die Säule, eine den antiken Bausystemen ent-lehnte und nach einem bestimmten Grundtypus gebildete senkrechte cy-lindrische Stütze, besteht aus drei Haupttheilen : Kuss, Schaft und Capitäl.
Das Capitäl ist der am meisten charakteristische Theil, und der ro-manische Baustil nahm aus der karolingischen Periode zunächst das demkorinthischen ähnliche spät-römische Säulencapitäl auf: es ist vasen-förmig gebildet, mit mehreren Reihen sich nach aussen überbiegenderBlätter (Acanthus) besetzt und trägt eine gewöhnlich vieleckige Deckplatte(Abacus), unter welcher sich kleine Schneckenstengel zwischen dem Blatt-werk ansetzen. Dergleichen korinthisirende Capitäle kommen nicht blossin der Frühzeit (Fig. 127 —129), sondern während der ganzen romanischenPeriode öfter vor, in mehr oder weniger willkürlicher Behandlung, dochstets mit Durchscheinen des antiken Typus. Dagegen erscheint eine Nach-bildung des ionischen Capitäls nur in der Frühzeit, wohl niemals nachdem XI. Jahrhundert und überhaupt nur sehr selten, z. B. (ausser den obenS. 285 f. erwähnten karolingischen Beispielen in Fulda und Lorsch) in denKrypten der Wiperti- und der Schlosskirche zu Quedlinburg, in Ganders-heim, Essen, Limburg a. d. H. (Fragmente) und in Oberzell auf Reichenau.Das Charakteristische der ionisirenden Bildung besteht in den grossenSchnecken (Voluten) des blätterlosen und flachen Capitäls. Während inder Antike und in den übrigen bekannten mittelalterlichen Beispielen dieVoluten abwärts gewunden sind, erscheinen dieselben in der Schlosskirche
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