byzantinischer Baustil.
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62 . Ungeachtet der Vorliebe des Abendlandes für den Basiliken-bau finden sich doch unter den Kirchen, welche zur Zeit der Gothen-herrschaft am Schlüsse des V. Jahrhunderts durch römische und grie-chische Baumeister in Italien ausgeführt wurden, auch einzelne Cen-tralbauten, und gerade diese waren es, die Carl der Grosse für seinenersten bedeutenden Kirchenbau in Deutschland zum Vorbilde wählte,welches jedoch bald und auf immer wieder verlassen wurde.
Fig. 120- Längendurchschnitt von S. Vitale in Itavenna (nach d’Agincourt).
Von den Bauten aus der Zeit der Gothenherrschaft ist der wichtigsteS. Vitale in Itavenna, *) von der katholischen Geistlichkeit ohneZutlmn der albanischen Gothen erbaut: die Umfassungsmauern bildenein Achteck (mit östlich vorgelegter Apsis), aus dessen Mitte sich einegleichfalls achteckige Kuppel erhebt; der niedrigere Umgang besteht auszwei Stockwerken : das untere Stockwerk öffnet sich zwischen den achtdie Kuppel tragenden, durch Bogenwölbungen verbundenen Hauptpfeilern(zwischen denen, mit Aussehluss.der Ostseite, je zwei, im Ganzen alsovierzehn Säulen aufgestellt sind) innerlich in den Centralbau ; das obereStockwerk bildet eine von jenen Säulen und Kreuzwölbungen getragene,umlaufende, vor der Apsis unterbrochene Empore. — Das von Carl demGrossen 796—SOI als zu seiner Grabstätte bestimmte Palastkapelle er-baute AI finster zu Aachen ist eine offenbare, wenn auch abweichendeNachbildung von S. Vitale : den Kern bildet ein Achteck (D. = 50 ,H. —lOO'j, umgeben von einem sechszehnseitigen etwa 00' hohen Um-gänge von zwei Stockwerken; vor die Ostseite legt sich die ehemals
1; Oailhabaud, Denkm. Bd. 2 . Abtb. I. 2 .