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1 (1868)
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282
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Romanischer und

chengesch. Deutschlands 1, 189. 541. 581; 2, 145. 27C. Alle dieseBauten sind unter den Stürmen der Völkerwanderung zu Grunde gegangen;doch rühren noch aus der Römerzeit her der älteste Kern des Domes vonTrier (s. oben S. 53) und die jetzige evangel. Kirche daselbst (wahr-scheinlich das von Eumenius Rhetor gerühmte Constantinische Gerichts-gebäude) , sowie mehrere zum Theil grossartige Uebcrreste von Profange-bäuden hier und an anderen Orten der Rheinui'erländer.

60 . Der Basilikenbau fand seine weitere Ausbildung iin Abend-lande als romanischer Stil; der Centralbau, von zwei gleich langenSchiffen durchkreuzt, im Morgenlande als byzantinischer Stil. 1 2 3 )

Das erste und zugleich bedeutendste Muster der griechisch-christ-lichen (byzantinischen) Bauweise ist die von 532537 erbaute und nacheinem Erdbeben im Jahre 557 erneute Sophienkirche (jetzigeMoschee) zu C o n s tan t in o p el; vergl. oben S. 34 Note 3, S. 31Note 5. '*) Das einzige lebhaft an den christlichen Baustil des Morgen-landes erinnernde und darum höchst merkwürdige Kirchengebäude inDeutschland war die Wallfahrtskirche St. Mariä auf dem Har-lungerberge vor Brandenburg, ein im Jahre 1722 leider abgebro-chener Ziegelbau aus der ersten Halite des XIII. Jahrh., auf der Stelleeines von dem letzten Wendenkönige Heinrich (Pribislav) 1136 in einechristliche Kapelle umgewandelten Heidentempels. 4 5 )

61 . Im Laufe der Zeit nahm der romanische Stil manche Elementedes byzantinischen Stiles in sich auf und bildete sich zum Gewölbebau ft )aus; ebenso wie sich der byzantinische Stil die Grundform der Basilikaaneignete und den Basilikenbau zu einem eigenthümlichen Kuppel-system umschuf.

Eine eigenthümliche Verbindung des Centralbaues und der Basili-kenform findet sich in den armenischen und georgischen, freilich nur ingeringen Maassen erbauten Kirchen am Kaukasus. (i )

1) Vergl. Die Basilika zu Trier, deren Gesch. u. Einweih, zur evangel. Kirche.1857. Schmidt, Chr. W., Baudenkm. in Trier. Lief. 5.

2) Eitelberger, R. v., Zur Orientirung auf dem Gebiete der Baukunst u.ihrer Terminologie. I. Byzantinisch u. Romanisch, in den Mittheil, der k. k. Central-Oomin. etc. (IS5(i). 1, -11)52. Vergl. ebd.'S. (i!)70. 117120.

3) Das Hauptwerk über die byzantinische Baukunst ist: Salzenberg, 4Y.,Altehristl. Baudenkmale Constantinopels vom V. bis XII. Jahrh. 1853.

1) Adler, E., Mittelalterl. Backsteinbauten I. 1, 58 u. Bl. 2. Schneider,L., die Marienk. auf dem Harlunger Berge bei Brandenb., in Mittlieil. des Vereinsfür die Gesch. Potsdams. II. 4 , 110. Förster, Denkm. Baukunst. 10, 11IIu. 2 Taf. Bei dem nach dem Stile vorauszusetzenden Neubau dieser Kirche imXIII. Jahrh. dürfte der alte Grundriss aus Pribislavs Zeit beibehalten worden sein,der eine sehr grosse Uebereinstimmung zeigt mit der von einem Sohne Waldemarsdes Grossen um 11 (il)1 180 ebenfalls aus Ziegeln erbauten Marienkirche zu Kallund-borg auf der Insel Seeland. Vergl. Mittheil, der k. k. Central-Comm. etc. (180-1)9, IIII.

5) Leibnitz, II., die Organisation der Gewölbe im christl. Kirchenbau. 1855.

0) Dubois de Montpereux, F., Voyage au Caucase. 18-10. Atlas. Sürie 111.