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Karolingische
wahrscheinlich platt geschlossene Apsis, vor die Westseite eine von zweillundthürmen flankirte Vorhalle, deren Obergeschoss die kaiserliche Logebildete. — Der von uns (oben S. 54 Fig. 23) mitgetheilte, durch dasObergeschoss des Umgangs gelegte Grundriss zeigt die zwischen den achtHauptbögen vertheilten Säulenstellungen : unter jedem Bogen stehenzunächst zwei Säulen nnter sich und mit den Hauptpfeilern durch Bögenverbunden ; darüber sind dann den unteren entsprechend wieder zweikleinere Säulen angebracht, welche völlig unmolivirt an die schräg an-steigende Leibung des Hauptbogens an-stossen. Ueber die Bogenstellungen er-hebt sich, die Bedachung des Umgangesübersteigend, der mit einem kuppel-artigen Klostergcwölbe gedeckte Fen-stergaden; vergl. Fig. 121. Dem die-sem Bau zu Grunde liegenden sehrcomplicirten baumeisterlichen Gedan-ken entspricht wenig die rohe Technikund die Zusammenstellung der miteinigen rohen Granitsäulen und derZeit angehörigen Capitälen abwechseln-den, in Farbe . Steinart und Gestaltverschiedenartigen, aus mehreren an-tiken Gebäuden entlehnten .Säulen-schafte und Capitäle. 1 ) •— Dem Aache-
i-’ig. 12I. Kuppt-1 des Münsters zu Aachen IVlustei gleichen mehl’ oder M C-
(nacii e. rarster). niger : die Centralanlagen der Schloss-
kapelle auf dem V a 1 kh o f e inXymwegen (XI. und XII. Jahrh.), 2 ) des Nonnenchores imMünster zu Essen (oben S. 75 Fig. 29 und S. 76) noch aus demX. Jahrh., 3 4 ) der Nonnenkl o sterkirche zu Ottmarsheim (Mittedes XI. Jahrh.), l ) des sogen. Thurmes zu Mettlach a. d. Saar
1) Die ursprüngliche, später vielfach und namentlich im XIV. Jahrh. durch denAnbau eines neuen Chores veränderte Anlage des Aachener Münsters ist durch einewürdige und* prachtvolle Restauration neuerdings wieder ins rechte Licht gestelltworden. — Vergl. Nolten, F., Archäol. Beschreib, der Münster- oder Krünungs-kirclie in Aachen. 1818. — Qnix, Chr., Histor. Beschreib, der Münsterkirche inAachen. 1825. — Mertens, Fz., über die karoling. Kaisercap. zu Aachen, in L.Fürster’s Allgem. Bauzeitung. 1840. S.* 135—152 u. Taf. 339. — Nöggerath,über die antiken Säulen im Münster zu Aachen, in L. Lerseh Niederrhein. Jahrb.1843. S. 193. -— Debey, M. H., die Münsterkirche zu Aachen. 1851.— Scher-vier, C. G., die Münsterkirche zu Aachen. 1S55. — Die besten Abbild, bei Förster,E., Denkm. Baukunst Bd. 3 zu S. 41 ff.; vergl. Otte, Gesch. der deut. Baukunst.S. 80. — "Vergl. Weerth, E. aus’m, Ivunstdenkm. in den Itheinlanden I. 2, 58 ff.
2) Oltmans, Alex., Description de la chapelle Carlovingienne de Nimegue,1847. —• Organ für christl. Kunst. 1856. S. 3 ff.
3) Quast, Ferd. v., in der Zeitschr. für christl. Archäol. u. Kunst J, 1 ff. uTaf. 1—3, daraus in E. Förster’ s Denkm. Baukunst. Bd. 1 zu S. 33 ff.
4) Golböry, Ph. de, et Schveigha euse r, J. G., Antiquitös de FAlsace.PI. 40.— Burckhordt, Jac., die Kirche zu Ottmarsheim, in den Mittheil, derGesellsch. für vaterl. Alterth. in Basel. Heft 2. 1844. Vergl. Schnaase, im Kunst-blatt 18-13. No. 24.