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V erschiedene
Mittheil. der k. k. Central-Commission (1862) 7, 22S. — Essen-wein, A. , über einige Todtenleuchten in Oesterreich , ebd. S. 317 bis325. — Diese Kirchhofslaternen scheinen früher in manchen Gegendenziemlich allgemein verbreitet gewesen zu sein und blieben bis ins XVI.Jahrh. beliebt, sind aber seitdem ausser Gebrauch gekommen und meistzu Grunde gegangen ; die ältesten bekannten rühren aus dem XIII. Jahrh.her. Als ältester Ueberrest einer Todtenleuchte wird angeführt ein in derMitte des Kreuzgartens am Dome zu Magdeburg befindlicher (vermuthlichaus dem 1207 abgebrannten Ottonischen Dome herrührender) 6 F. hoherSäulenschaft aus orientalischem Granit mit einer gegliederten sechseckigenDeckplatte aus Sandstein, welche bedeutend ausladet und das ehemalige
Lichthäuschen trug, von dem nur nochdie fialenartige Bedachung vorhanden ist.Todtenleuchten frühgothischen Stils aufdem Kirchhofe zu Schulpforta (abgebildetbei Puttrich, Denkmale II. Lief. Schul-pforta Bi. 8) und neben dem Dome zuRegensburg ; spätere mehrfach in West-falen (auf dem Kirchhofe vor Paderborn,zu Salzkotten, Brakei, Delbrück, Schild-esche, Oelde, Stromberg, Werl, Apler-beck , beim Dome zu Münster, bei derBartholomäikirche zu Ahlen) ; zu Mühl-hausen in Th. bei der Georgskirche ; zuKlosterneuburg vom J. 1381 (von einemBürger nach einer Pest gestiftet und wohldas ausgezeichnetste Monument dieserArt; 30 F. hoch, mit sechs Hochreliefsaus der Leidensgeschichte ; ahgebild. inden Mittheil, der k. k. Central-Commis-sion a. a. O. Taf. XV. zu S. 320) , zuHainburg auf dem Dechanthofe (15 F.hoch; XIV. Jahrh.), Gurk neben demDome (1 5 F. hoch ; abgebild. bei Essen-wein a. a. O. S. 320 Fig. 3), Brixen auf dem Domkirchhofe 1483(10 F. hoch; ebd. Fig. 4) , Schwaz bei Innsbruck (mit noch unterhalte-nem ewigen Lichtej , Freistadt in Oberösterreich 1488 (30 F. hoch, ab-gebild. a. a. O. S. 321 Fig. 5) , Penzing nächst Wien (26 F. hoch; ab-gebild. ebd. S. 322 Fig. 6) ; ehemals im Kloster Klingenthal zu Basel1520 (abgebildet bei Riggenbach a. a. O. S. 229 Fig. 1; vgl. obenS. 92). — Von eigentümlicher Construction ist die Todtenleuchte aufdem Kirchhofe der Katharinenkirche zu Oppenheim (abgebild. ebd. Fig. 2),welche mit dem dortigen, im XV. Jahrh. erbauten Karner dergestalt erker-artig verbunden ist, dass das Tragsäulehen derselben , freistehend, aufeiner Console ruht und die Krönung der Laterne ebenfalls eine Vor-kragung bildet, während eine kleine Steintreppe im Innern der Kapellezu einer Maueröffnung führt, durch welche man das Licht an seinen Ortsetzen konnte. Dieselbe Einrichtung hat ein Lichtgehäuse an der Pfarr-
Fig - . 113. Todtenleuchte zu Schulpforta(nach Futti-ich).