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1 (1868)
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Verschiedene

der Weihnachtszeit ausgestellt wurden; ein Krippchen (CF. hoch. 4 F.breit) in der Klosterkirche zu Berlin beschreibt B e 11 erm ann, J. Joach.,das graue Kloster in Berlin 1, 43 ff., und in der Klosterkirche zu Marien-feld bei Gütersloh befindet sich ein solches in Metallguss.

11. Lk'litinitzen werden von Dur an dus (Rationale 1. 1 c. 3 n. 28. 29)unter den kirchlichen Geräthschaften erwähnt: »Emunctoria sive j'orcipes ,quorum gemino ilente componitur ignis, ad emungendum lychnmn,u und alsdazu gehörig: »Vasa, in quibus emuncti li/chni extinguuntur«.

15. (Hausse und andere öffentliche Bestimmungen finden sich zuwei-len figürlich an den Kirchengebäuden verzeichnet und durch Inschriftenerläutert; z. B. sind an der Vorhalle des Münsters zu Freiburg i. Br.die Brotmaasse von 1270, 1317 und 1320, sowie Normalmaasse derFdle, der Klafter, der Kohlen, der Ziegel und ein Jahrmarktsverzeichnisseingegraben und an der Kirche zu Engen im Badischen ebenfalls ver-schiedene Normalmaasse : » der stat bat, der stat klafter ,« auch an der Ost-seite der Pfarrkirche zu Culm in Preussen.

16. Oelberge d. ft. Christi Leiden, in Gruppen oft lebensgrosserSteinbilder, von Gethsemane an bis zur Kreuzigung, Grablegung undAuferstehung ; gewöhnlich in Nebenräumen oder ausserhalb der Kirchen,und zwar, soweit bekannt, sämmtlich aus dem XV. und XVI. Jahrhundert.Bewundert waren die nicht mehr vorhandenen Oelberge auf dem Münster-platze zu Ulm von 1474 (erweitert 15161518; in den letzten Resten1807 weggeräumt) und in der Mitte des Kreuzgartens am Dome zuSpeier von I 509 : beide mit architektonischem Beiwerk. Erhalten habensich die Oelberge zu Xanten (auf dem Hofraume bei St. Victor 1536;abgebild. bei ausm Weerth, Kunstdenkm. I. Taf. XIX. 4S), Worms(in der Sacristei des Domes einzelne Figuren) , Warburg (zwischen zweiStrebepfeilern am Chor der Johanneskirche), Donauwörth (nördlich nebendem Thurm der Hauptkirche), Landshut (am Aeusscrn der Martinskirchezwei Reliefs), AVasserburg, AVang bei Moosburg (von 1478', Regensburg(im Dom, St. Emmeram und Obermünster), Klosterneuburg (Holz-sculpturen in der Stiftskirche), Knittelfeld (am Chor der Pfarrkirche,ebenfalls in Schnitzwerk), Nürnberg ineben der Brautthür der Lorenz-kirche) ; seltener in Norddeutschland: in AVittenberg oben am östlichenGiebel der Stadtkirche), Merseburg (in der Arnrhalle des Domes, nur nochder Berg) etc. Oelberge gehören wie die Calvarienberge und die heil.Gräber auch zu den Stationen; s. diese.

17. Opferstöcke, eine Art von verschlossenen Kästen oben mit einerOeffnung zum Einlegen von Almosen, vor den Thüren der Kirchen,Hospitäler etc. Oft ist es nur ein ausgehöhlter, oben mit Eisen beschla-gener in die Erde gegrabener Baumstamm oder Pfahl; zuweilen jedochsind die Opferstöcke auch aus Stein und künstlerisch ornamentirt z. B.in der Sacristei der Frauenkirche zu Jüterbog, in der Klosterkirche zuEschau bei Strassburg, beide aus dem XAT. Jahrhundert.

18. Passioussiiuleii sind Darstellungen der Säule, an welcher Christusgegeisselt wurde : der Schaft ist mit den Alarterwerkzeugen und sonstigenEmblemen des Leidens Jesu verziert, und oben auf der Säule sitzt insge-