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1 (1868)
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Gegenstände.

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leben mit ins Grab gelegt, wie dergleichen Kämme auch in deutschenBischofsgräbern gefunden worden sind : der Kamm Erzbischofs Anno von

Cöln (x 1075; in der Abteikirche zu Sieg-burg fjetzt aufbewahrt in der Stadtpfarr-kirche daselbst]; der Kamm Bischofs Bennovon Osnabrück (7 10SS) in der Abteikirchezu Iburg. Anderweitig scheinen auch dieKämme ausgezeichneter Personen nachderen Tode zu ihrem Andenken in denKirchenschätzen aufbewahrt worden zusein: es haben sich erhalten ein angeblichvon Karl dem Grossen herrührender Kammim Dome zu Osnabrück , der sog. Bart-kamm König Heinrichs I. im Zither derSchlosskirche zu Quedlinburg (abgebild. beiKugler, Kl. Schriften i, 633), der Kammdes heil. Ulrich Jj 973) in der Kirche St.Ulrich und Afra in Augsburg (abgebild. beiSigliart, Gesch. der bild. Künste I, 108),der Kamm der heil. Kunigunde im Dom-schatze zu Bamberg (abgebild. bei Beckerund v. Ifefner-Alteneck, Kunstiv. u.Geräthschaften Bd. 1 Taf. 28), der Kammder heil. Hildegard (j- 1 179 ; abgebild. beiv. Hefner-Alteneck, Trachten etc. I. Taf. 38;. Abbildungen vonzwei Elfenbeinkämmen im Stadt. Museum zu Cöln bei Bock, das heil.Köln. Taf. XLIII. 121 u. XL1V. 122; andere spätere bei Becker undv. Hefner a. a. O. Bd. 3 Taf. 13 u. 33. Diese Kämme, stets mehrhoch als breit, haben entweder nur eine oder zwei Reihen lange . engeroder weitläufiger gestellte Zähne. Bei den Doppelkämmen ist das Mittel-stück, bei den einfachen der obere, gewöhnlich lyraförmig doppeltgehörnteGriff mit antikisch-agonistischen, biblischen oder erotischen Flachreliefs,zuweilen auch nur mit Ornamenten geschmückt: der Quedlinburger Kammist am Griff mit ausgeschnitztem naturalisirendem Ranken - und Blätter-werk und Einfassungen von Gold und Edelsteinen reich verziert und vieljünger als die Zeit Heinrichs I. Vgl. Bock, Fz.. das heilige Köln zuNo. 121 u. 122. Bretagne, Recherches sur les peignes liturgiquesim Bulletin monumental (3. Serie. T. 6 ) Vol. 27 No. 4.

12. Kreuze von vier gleichen Schenkeln, in einen Kreis gezeichnet,in bunten Farben innerlich an die Wände der Kirchen angemalt und vondecorativem Charakter, sind die Zeichen dev bischöflichen Weihe; vergl.oben S. 130. Eine farbige Abbild, der in der Marienkirche zu Röbelim Meklenburgischen befindlichen stilisirten Weihekreuze aus dem XIII.Jalirh. (liochroth auf weissen Scheiben mit rothen und blauen Blattver-zierungen; s. in der Zeitschr. für Bauwesen (1852; Jahrg. II. Bl. 55.Fig. III.

13. Krippen, in Hochrelief geschnitzte und bemalte Darstellungender Geburt Jesu, der Anbetung der Hirten und der Weisen, welche in

Fig. 11U. Der sog. Bartkamm K. Hein-richs 1. in Quedlinburg (nach Kugler).