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1 (1868)
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101
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Altarbekleidung.

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seite des Hochaltars im Kloster Petershausen geschmückt war, hat wieder-holtes Geldbedürfniss des Klosters nicht einmal das XII. Jahrh. überdauernlassen. l 2 3 ) Der mit Edelsteinen besetzte goldene Altar, den K. Heinrich II.dem Dome zu Merseburg geschenkt hatte, wurde im J. 1547 eine Deute desKriegsvolks. *) Dagegen hat sich das goldene Antipendium erhalten, dasderselbe Kaiser in das Münster zu Basel gestiftet hatte, wo es erst in neuerZeit unter den Hammer kam und sich jetzt im Hotel-Cluny zu Paris befin-det, während in Basel (im Besitze der Gesellsch. für Vaterland. Alterthümer)nur ein Gypsabguss zurückgeblieben ist. Es besteht aus einer etwa 3 Zollstarken Tafel aus Cedernholz von 5 F. 3/ s X3 F. 9% Z. rhl., die mit Gold-blech (von mehr als 400 Loth an Gewicht) in getriebener Arbeit überzogenist, und diente bloss an sieben jährlichen Festen zum Schmucke des Altars,indem es (wie auch das silberne Antipendium zu Petershausen Vj für ge-wöhnlich wahrscheinlich verhüllt gehalten wurde. 4 * 6 ) An Ort und Stelle er-halten ist die mit Figuren und Emailstreifen verzierte, aus dem XII. oderXIII. Jahrh. stammende goldene Altartafel in der Klosterkirche von Com-burg in Schwaben) , und ein etwa gleich altes , aber später verändertesAntipendium aus vergoldetem und emaillirtem Kupfer ist an die ehemaligeRathhauskapelle zu Cöln aus St. Ursula daselbst übergegangen. EineVorsetztafel aus rothem Sandstein mit sechs Apostelfiguren, für eine Neben-seite eines Altars bestimmt gew'esen und aus dem XI. Jahrh. herrührend,befindet sich im südlichen Seitenschiffe des Münsters zu Basel. 7 ) Einauf Holz gemaltes Antipendium ist aus dem Walpurgiskloster zu Soest indas Provinzial-Museum zu Münster gekommen 8 9 ), ein anderes hat sich amAltar der Kirche zu Lüne beiLüneburg erhalten 11 ): beide aus demXIII. Jahr-hundert. Gestickte Altarbehänge im Nonnenkloster Goss in Steiermark(XIII. Jahrh.) 10 ), im Domschatze zu Salzburg (XIV. Jahrh.) u ),in der Wie-senkirche zu Soest, in der Lambertikirche zu Münster, in St. Mauritz da-selbst, im Museum des Grossen Gartens zu Dresden (aus der Stadtkirche zuPirna, XIV. Jahrh.) I2 ), in der k. k. Schatzkammer zu Wien (XV. Jahrh.);andere im Dome zu Halberstadt, in der Marienkirche zu Danzig etc. , imerzbischöfl. Museum zu Cöln etc. ; auf Leinwand gemalte Altarbekleidungen

1) Chron. Petershus. inMone, Quellensammlung etc. 1, J23a. 15(ib. 167.

2) Thietmari Chronicon, rec. Wagner p. 255.

3) Chron. Petershus. a. a. O. S. 156 b. »nonnisi in maximis festivitatibus ape-riebatur«.

4) W ackernagel, W., die goldene Altartafel von Basel. (Mittheil, der Gesellsch.für vaterländ. Alterth. in Basel VII.' 1857 ; vergl. Zeitschr. für Christi. Archäol. u.Kunst 2, 83.

5! Boisseree Denkmäler. Taf. 27.

6) Bock, Pz., das heilige Cöln. Taf. XVIII. 69. Ueber andere Frontaliendieser Gattung , die später zu Superfrontalien umgearbeitet worden sind, s. untenS. 106 Nota 1.

7) Förster, E., Denkmale etc. Bd. II. Bildnerei. Taf. zu S. 25.

8) Didron, Annales archöol. 1 7.Taf. zu S. 180 ; de Canmont, Aböcödaire etc.(4. öd.) I, 244.

9) D. Kunstbl. 1850 S. 148.

10) Mittheil, der k. k. Centralcommission etc. 1858. 3, 92.

11) Ebd. 1862. 7, 29.

12) Bösigk, Führer durch das Museum etc. Taf. zu S. 42.