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Symbolik der Bauformen.
sinnreich und von bleibendem erbaulichem Werthe, ganz anders als diespielende , moderne , vorgeblich uralte Mystik , nach welcher das Kirchen-gebäude den gekreuzigten, gen Westen schauenden Christus darstellt und
der zuweilen von der Längenaxe der Kirche nördlich abweichende Chor(s. obenS. 29 Fig. 6.) das nach rechts geneigte Haupt des Heilandes (— aberdie Kirchen in Offenbach am Glan , Maria Stiegen in Wien, Petri - Pauli inGörlitz z. B. neigen ihr Chorhaupt südlich!). Die beiden Westthtirme sinddie Nägel (sic !) , mit denen die Füsse des Herrn an das Kreuz geheftetwaren, und wo sich noch zwei Thürme über den Kreuzarmen erheben,werden dadurch die Nägel in den Händen Jesu bezeichnet. — Die demReiche der Finsterniss zugewendete Nordseite des Kirchengebäudes ist des-halb weniger reich geschmückt, als die Südseite (aber wie an den Domen zuOsnabrück und Trient findet auch am Dom zu Magdeburg der umgekehrteFall statt, obgleich der in dieser Sinnbildnerei befangene Kreuser, a. a. O.S. 175, selbst in der zweiten Auflage noch immer das Gegentheil sieht) '),und dergleichen sich selbst Widerlegendes mehr.
1) Wenn die eine Seite reicher und kostspieliger verziert ist als die andere, soist das immer die von den Meisten gesehene Schauseite, am Dome zu Cöln z. B. diesüdliche , am Dome zu Magdeburg die nördliche : beide nach freien Plätzen belegen;ebenso ist in Brilon die dem grösseren Theile der Stadt zugekehrte Nordseite derKirche als Hauptseite behandelt.
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Fig. 34. Kapelle zu Drüggelte (nach Lübke).