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1 (1868)
Entstehung
Seite
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Brunnenhaus.

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lüg. 31.

A

keitenr i u m ,

in nächster Nähe des Sommer-Refecto-riums. Das älteste bekannte Bauwerkdieser Art (aus dem XII. Jahrh.) be-findet sich im Prämonstratenserkloster

u. 1. Frau in Magdeburg an der öst-lichen Seite des Kreuzganges, und derName Tonsur (d. i. Scherbrunnen),der sich hier durch Tradition dafür er-halten hat und auch in anderen deut-schen Klöstern üblich ist, deutet dar-auf hin, dass in diesen Brunnenhäusernden Mönchen Bart und Haupthaar ge-schoren zu werden pflegte, was nachden Consuetudincs der Cluniacenser(D’Achery, Spicilegium, Baris 1723.1,(595) alle drei Wochen und unterPsalmodien zu geschehen hatte, undsicher in ähnlicher Weise auch bei denCisterzienscrn und PrämonstratensernSitte war. Vergl. Feil, Jos., in denMittelalterl. Kunstdenkin. des Öster-reich. Kaiserstaates, herausgegeb. vonl)r. Gust. Heideretc. 1, 38; auch

v. Quast in der Zeitschr. für christl.Archäol. und Kunst 1, 215. In Maul-bronn ist noch ein zweiter Brunnenneben dem Abthause, welcher »Scher-brunnen« genannt wird. Vergl. Klun-zinger, C., Beschr. der Abtei Maul-bronn. 3. Aufi. S. 50.

nm erkung 2. Unter den an den Kreuzgang stossenden Baulich-sind besonders hervorzuheben der Capitelsaal und das Refecto-welclie Prachträume des Klosters architektonisch im Wesentlichen

Tonsur im Kloster u. 1. T. in Magde-burg (nach v. Quast).

Fig. 32. Längendurchschnitt des Capitelsaals in Kloster Walkenried (nach Lotz).

gleichmässig (rechteckig; gewöhnlich zweischiffig, seltener dreisehiffig) be-handelt sind, und zuweilen, wo -die Tradition darüber schweigt, deshalb nur