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1 (1868)
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Fussböden.

böden, die sicli nur in Bruchstücken erhalten haben, finden sich in Eng-land , Frankreich, Skandinavien und im Gebiete des nord - und des süd-deutschen Ziegelbaues vor. Die Platten sind roth oder porphyrartigdunkelfarbig; die Muster wurden vor dem Brennen mit geschnitztenFormen eingedrückt und dann mit einer hellfarbigen, gewöhnlich gelbenThonerde oder Harzmasse ausgefüllt (oder auch umgekehrt: die Ziegelhell und das Muster dunkel) ; sie kommen in den verschiedenen Ländernzuweilen in völliger Uebereinstimmung vor, was auf gemeinschaftlichenUrsprung (vielleicht aus England) hindeutet. Besonders sind es Thier-gestalten, die sich wie in Frankreich und England, so auch in Norwegen(Klosterkirche zu Hovedöe) und Meklenburg (Kapelle zu Althof, Kloster-kirche zu Doberan) ganz in derselben Weise vorfinden. — Bei frei er-fundenen Arabeskendessins wird das vollständige Muster immer aus jevier zusammengehörigen einzelnen Platten gebildet, die, wenn die Zeich-nung danach eingerichtet war, in höchst praktischer Weise beliebig aneinander gelegt werden konnten. Zu den ältesten und schönsten dieser

Fig. 27. Fussbodenplatten in Ammenslcbon (nach v. Quast).

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Gattung gehören die Platten, welche sich in der südlichen Nebenapsisder Klosterkirche zu Ammensleben im Magdeburgischen erhalten haben.—Der Raum hinter dem Altäre der Kirche zu Pechtile bei Treuenbrietzenist mit kleinen kreuzförmigen Ziegelsteinen belegt.

Bei den im Laufe der Zeit in den Kirchen immer häufiger geworde-nen Begräbnissen wurden die alten Buntpflaster nach und nach zerstört,und Leichensteine traten an deren Stelle.

Anmerkung. Die bereits in heidnisch-antiken Mosaikfussböden(z. B. in den Salzburger Mosaiken des Museums zu Wien) vorkommendenLabyrinthe ‘) gingen schon frühzeitig in die christlichen Kirchen (z. B.in der Basilika des Reparatus zu Orleansville in Algerien, V. Jahrh.) über,

1) Feber die Labyrinthe oder Jerusalemswege vergl. D id r on, Annales arch^ol.14, 2(18 u. 17, 124 sqq.; de Caumont, AbdciSdaire 1 (l.dd.; p. 445sqq.; Gailha-baud, die Baukunst etc. Bd. V. Taf. 13 u. 14 ; Krens er, der christl. Kirchenbau1, 219.