Holzbau.
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erbaut, da man nach Ausrottung des Waldes mit der Errichtung vonKalköfen den Anfang machte ; sonst war es bis in spätere JahrhunderteSitte, hei der Gründung neuer Klöster sich mit interimistischen Holzge-bäuden zu behelfen, so dass die gleichzeitigen Chronisten die ausnahms-weise Errichtung von Steingebäuden stets besonders hervorheben. ZuAnfang des XI. Jahrhunderts, wo bei der glanzvollen Machtcntwickelungdes Reiches und dem Reichthum der Prälaten sich neu erwachte Baulustregte , wurden viele ältere Holzkirchen durch steinerne ersetzt: in Oester-reich z. B. durch Bf. Altmann in Passau (y 1091) * 2 ); dagegen galt einvon Bf. Bernhard von Verden (y um 1014) neben dem dortigen Domeerbauter steinerner Thurm in jener Gegend noch für eine Seltenheit. 3 )Ueberhaupt hielt sieh der Holzbau, der sich in Skandinavien selbst künst-lerisch ausbildete 4 5 ) , im Norden von Deutschland am längsten, so dassnoch im J. 1103 unter Heinrich dem Löwen die neu erbaute hölzerneMarienkirche zu Lübeck geweiht wurde. Als interessante Beispiele des
Fij. 5. Kirche zu Badoschau (nach Dorst).
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urthümlichen Holzbaues haben sich im slavischen Osten von der Buko-wina, Ungarn (an der Theiss), Galizien, Mähren, Böhmen und Schlesien
J) Otte, Gesch. der deutschen Baukunst. S. 57.
2) Ebd. S. 237.
3) Thietmar, Chron., rec. Wagner p. 219: . . . qiti in hac terra paticihubentur.
4) Vergl. Dahl, Denkmale einer sehr ausgebildeten Holzbaukunst in den in-neren Landschaften Norwegens. 1837. - Eine der ältesten der dortigen Ilolzkirchcn,die Kirche Wang bei Drontheim, wurde im J. 1842 (von Friedrich Wilhelm IV. an-gekauft), zum Theil im ursprünglichen Stil erneuert, zu llrückenberg in Schlesienaufgestellt. Heber den nordischen Holzbau vergl. auch Minutoli, Alex, v., derDom zu Drontheim und die mittelalterliche christliche Baukunst der scandinavischenNormannen. 1853, und die Notizen über neuere norwegische Literatur in Kugler,Gesch. der Baukunst. 2, 51)8.
5) Chron. Montis sereni ad a. I l(i3, rec. Eckstein p. 31.— Ja sogar noch umsJ. 1351 wurde, allerdings unter besonderen Umständen, eine Kathedrale von Lebus»ej arc/illa et lato aedificata , omni munimento et muro eurem et ßrmitate« (Gerken,Cod. dipl. Brand. 6, 551.) auf einer Anhöhe bei der Stadt erbaut.