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1 (1868)
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Grundform der Kirchen.

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Höhe, wie ein Licht auf dem Leuchter standen, so verbargen die (Zister-zienser 1 ), nach dem Muster ihrer gemeinsamen Mutter Citeaux (gegr.1098) ihre Niederlassungen, dem Verkehre der Menschen entrückt, inversteckt gelegene, oft sumpfige Waldthäler 2 ), die sie durch ihren Fleissbald in fruchtbare Gefilde verwandelten, so dass diese Klöster häufig inMitten der Sandwüste einer lieblichen Oase gleichen. 3 ) Eine Ausnahmemacht das Kloster Hohenfurth (in der südlichsten Spitze von Böhmen),welches auf einem Hügel an der Moldau liegt.

Im Gegensätze gegen die Feldklöster der beiden genannten Hauptordensuchten die Bettelmönche ausschliesslich die Städte auf und waren hiermit einer abgelegenen Baustelle in der Nähe der Stadtmauer um so mehrzufrieden, als sie daselbst von dem lärmenden Treiben des städtischen Ver-kehrs nicht gestört wurden.

Die Pfarrkirchen der Städte liegen gewöhnlich in der Nähe desMarktplatzes, als dem ältesten Kerne des ihnen untergebenen Sprengels.Die Landkirchen stehen seltener frei in der Mitte des Dorfes, sondern öfterinnerhalb einer Häuserreihe der Dorfstrasse.

14. Die überwiegende Mehrzahl aller mittelalterlichen Kirchenhat die Grundform des länglichen Vierecks mit oder ohne Kreuzvor-lagen, im Osten durch einen Kreis- oder Polygonabschnitt, auchrechtwinkelig geschlossen.

Die längliche, an einer schmalen Seite abgerundete, dem Schiffeähnliche Grundform der Kirche galt schon in den ersten Jahrhundertenfür gesetzlich ( Const. apostol. 2, 57 : '() oixog imm tniurj-/.>)g — ogrigf'oixe vijt) , als Symbol der rettenden Arche Noahs und des SchiffleinsPetri. — Die ältesten Kirchen des Abendlandes, bis etwa um das J.1230, sind in Osten rund geschlossen; vieleckig geschlossene Kirchengehören späteren Jahrhunderten an: ein Schwanken zwischen beidenWeisen (innerlich rund, äusserlich polygonisch) bildet den Uebergang(Klosterkirche zu Zinna, Kirche zu Ramersdorf bei Bonn, Kapellenkranzdes Doms von Magdeburg). Am Strassburger Münster und am Dom zuWorms, welche rechtwinkelig schliessen, ist die halbrunde Altarnischeinnerlich in der geraden Schlusswand eingetieft. Auch der Dom zuBremen schliesst rechteckig, zeigt aber im Innern an der Ostwanddrei kleine Rundnischen neben einander. Dieser rechteckige östlicheSchluss (der sich allerdings schon am ursprünglichen Altarhause deskarolingischen Münsters, in Aachen vorfand) kommt besonders in West-

1) Vergl. Feil, Jos., in den Mittelalterl. Kunstdenkm. von Hei der und v.Eitelberger. 1, 1 ff.

2) Nach der finsteren Askese des Ordens sollen die Mönche, in der ungesundenLuft öfter erkrankend, stets den Tod vor Augen haben, um nie sorgenlos zu leben.Vergl. a. a. O. S. (i.

3) Brusselii tract. de rnonast. Germ. (Augusti, Denkwürdigkeiten II, 3S2):

-Vallis sylvestribus undique cinctas

Arboribus divus Bernhardus amoenaque prata;

Colles et montes Benedictas arnavit et arcesCoelo surgentes, ex quarum vertice lateProspectus petitur, seeessum plebis uterque.