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1 (1868)
Entstehung
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Einleitung.

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scliaft in ihrem gegenseitigen Verhältniss historisch dargestellt. Berlin 1845.de Wette, W. M. L., Gedanken über Malerei und Baukunst bes. in kirch-licher Beziehung. Berlin 1840. Schnaase, C., über das Verhiiltniss derKunst zum Christenthume und bes. zur evangel. Kirche. Berlin 1852.Ranke, W., die Verirrungen der christl. Kunst. 2. Aufl. Breslau 1855.Nitzscli, C.Im., über religiöse Kunst, im Deutschen Kunstbl. 1850, Nr. II.

_ Kottmeier, Dav., die Darstellung des Heiligen durch die Kunst, vornehml.

in ihrer Anwendung auf den evangel. Cultus. Bremen 1S57.

Vom Standpunkte der katholischen Kirche :

Dursch, G. M., Aesthetik der christl. bildenden Kunst des M. A. inDeutschland. Tübingen 1854. Vrgl. Amberger, Jos., Pastoraltheologie2, 701768. Jakob, G., die Kunst im Dienste der Kirche S. 13.

9. Die kirchliche Kunst-Archäologie des Mittelalters ist ein Theilder allgemeinen Altertliumskunde, welcher den Gegenständen derUntersuchung nach auf solche Denkmale der Kunst beschränkt ist,die in näherer oder entfernterer Beziehung auf den christlichen Cultusstehen; der Zeit nach: auf das christliche Mittelalter.

Den Gegenstand der Untersuchung bilden die unbeweglichenund beweglichen kirchlichen Denkmale, also:

1) Die Kirchengebäude, falls es nicht blosse Bedürfnissbauten sind,wie z. B. in ärmeren Gegenden die meisten Landkirchen, doch haltenselbst diese im Mittelalter den kirchlichen Typus fest (in der Richtung vonWesten nach Osten, in der Eintlieilung der Räumlichkeit, in der Thurm-anlage etc.), so dass auch dergleichen Gebäude in das Gebiet wenigstensder archäologischen Betrachtung fallen.

2) Die ganze innere Ausstattung der Kirchengebäude mit den ver-schiedenen zum Cultus erforderlichen Utensilien, welche, wenn nicht Er-zeugnisse der Kunst, doch des Kunsthandwerkes sind; ferner der Kirchen-schmuck an Bildwerk und Gemälden, die verschiedenen Denkmäler etc.

10. Die kirchliche Kunst des Mittelalters hat sich nationell undselbst provinziell eigentliümlich gestaltet; die Archäologie der Kunstist daher entweder eine allgemeine, die alle jene Gestaltungen zusam-menfasst, oder eine besondere, welche nur die Untersuchung irgendeiner nationeilen oder provinziellen Gestaltung der Kunst zu ihrerAufgabe macht.

Obgleich die Grundgesetze der kirchlichen Kunst, im Anschluss andie gemeinsamen Bedürfnisse des Cultus nicht bloss, sondern selbst andie Entwickelung des Dogmas, in der ganzen abendländischen Christen-heit von Rom ausgehend im Mittelalter die nämlichen waren, so erfuhrendieselben doch bei clen verschiedenen Völkerschaften, abgesehen vonihrem allgemeinen Entwickelungsgange, verschiedene Anwendung. Alles,was den verschiedenen Nationalcharakter zu machen pflegt: der verschie-dene Volksstamm, die nach Boden und Klima verschiedenen Wohnplätze,endlich und besonders der verschiedene der äusseren und inneren Volks-wohlfahrt mehr oder weniger günstige geschichtliche Entwickelungsgang,ist vom wichtigsten Einflüsse auch auf die verschiedene Gestaltung derKunst: im höheren Grade, wenn es sich um ganze Nationen handelt, im